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Waschmaschinen: Zu voll geht kaum

Aktionstag \"Nachhaltiges Waschen\" verrät auch Wäscheprofis Neues



Wer die Trommel seiner Waschmaschine halb leer lässt aus Angst, das arme Gerät zu überlasten oder Schmutzränder und Flecken zu riskieren, der unterschätzt den Haushaltshelfer womöglich: Moderne Waschmaschinen werden nämlich in der Regel auch mit einer prall gefüllten Trommel spielend fertig. Durch eine gute Auslastung lässt sich aber Wasser, Energie und Waschmittel sparen - mit positiven Folgen für Umwelt und Geldbeutel. Am 10. Mai kann jeder auf dem Friedensplatz in Bonn die richtige Befüllung der Waschmaschine üben: Anlässlich des deutschlandweiten Aktionstages "Nachhaltiges Waschen" verrät die Sektion Haushaltstechnik der Universität Bonn dort gemeinsam mit dem Landesverband Rheinland des Deutschen Hausfrauen-Bundes, wo überall durch Änderungen des persönlichen Waschverhaltens Einsparungen möglich sind. Die Aktion läuft von 11 bis 18 Uhr.

Eine moderne Waschmaschine verbraucht heute bei durchschnittlicher Nutzung jährlich fast 30.000 Liter Wasser, 200 Kilowattstunden Strom und 9 Kilo Waschmittel weniger als noch vor 25 Jahren - auf dem Aktionstag zum Beispiel symbolisiert durch eine Wand von 2357 Kästen Mineralwasser. Dennoch sind noch größere Einsparungen möglich, beispielsweise, indem man häufiger bei niedrigen Temperaturen wäscht. "Schon bei 30 oder 40 Grad werden viele Keime abgetötet", erklärt Professor Dr. Rainer Stamminger von der Sektion Haushaltstechnik der Universität Bonn. "Wenn nicht gerade ein Haushaltsmitglied unter einer ansteckenden Krankheit leidet, reichen diese Temperaturen für ein ausreichend hygienisches Ergebnis inzwischen vollkommen aus." Grund für diese Verbesserungen seien vor allem technologische Fortschritte bei Waschmitteln und -maschinen.

Auf dem Aktionstag sollen Besucher im Wettstreit lernen, die maximale Füllkapazität der Waschmaschinen auszunutzen. Das Ergebnis wird mit einer Waage kontrolliert; wer den Hersteller-Empfehlungen am nächsten kommt, erhält einen kleinen Preis. Ein interaktives Computerprogramm errechnet zudem in Euro und Cent die Einsparungen, die durch eine Änderung des individuellen Waschverhaltens oder bei Austausch der alten Waschmaschine durch eine neue möglich sind. Die Aktion wird vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) unterstützt.

Journalisten haben vor der Veranstaltung um 11:00 im Seminarraum des Max-Planck-Instituts für Mathematik, Vivatsgasse 7, die Möglichkeit, sich in einem Pressegespräch über den Aktionstag "Nachhaltiges Waschen" zu informieren.


Ansprechpartner:
Professor Dr. Rainer Stamminger
Institut für Landtechnik der Universität Bonn, Sektion Haushaltstechnik
Telefon: 0228/73-3117 oder 0171-55 075 48.
E-Mail:
stamminger@uni-bonn.de

Regine Lange
Deutscher Hausfrauen-Bund, Landesverband Rheinland
Telefon: 02255/31103
Fax: 02255/31161

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