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\"Sonnenschirm\" für Weidevieh

Pflanzung von Schattenspender Schwarzerle

Sechs junge Schwarzerlen mit der stattlich Größe von einem Meter dürfen am Sonntag, 25. April, ihre Wurzeln in die Erde der Weidewiesen des Wiesenguts Hennef/Sieg strecken. Damit trifft der Baum des Jahres 2003 auf das Biotop des Jahres 2004. Die Bäume, die sich in der parkähnlichen Auenlandschaft sicherlich wohlfühlen werden, sollen in Zukunft den auf den Mähweiden grasenden Mutterkühen und Schafen Schatten spenden. Besonders für die Jungtiere sind solche "natürlichen Sonnenschirme" in den heißen Monaten wichtig.

Ab 16 Uhr werden die Schwarzerlen auf dem Gebiet des Wiesenguts, Versuchsbetrieb für Organischen Landbau, Siegaue 16, in Hennef/Sieg gepflanzt. Wer die Gelegenheit nutzen will, mit dem Fahrrad oder zu Fuß einen Ausflug in die Natur zu machen, erfährt vor Ort von Professoren der Universität Bonn und Repräsentanten des Naturschutzes und umweltverträglichen Landbaus viele Details über Baum und Biotop. Die Veranstaltung verbindet Erholung und Wissen und bietet somit einen guten Anlass zum Sonntagsausflug mit der ganzen Familie.

Schwarzerlen siedeln in feuchten Gebieten, vorzugsweise an Flussläufen, Seen oder Teichen. Sie bieten einen willkommenen Schutz gegen Hochwasser. Das Holz der Schwarzerle verhält sich wie ein Schwamm und verhindert so, dass Niederschlagwasser an der Erdoberfläche abfließt. Zudem graben sich ihre über vier Meter langen Wurzeln tief in die Erde und schützen damit die Flussböschungen vor Erosion durch Regen.

Seit 1994 hat die Schwarzerle mit einer Pilzkrankheit, der so genannten "Wurzelfäule", zu kämpfen. Der ausgesprochen aggressive Erreger gelangt über das Grundwasser an die Wurzeln der Erle und dringt von dort aus in den Baum ein. Durch eine Schädigung des Rindengewebes kann die Erle nicht ausreichend Wasser von den Wurzeln in die Krone transportieren und verdurstet. Mittlerweile ist der Bestand der Schwarzerlen aufgrund der Wurzelfäule bedroht.


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Ulrich Köpke
Seminar für Organischen Landbau der Universität Bonn
Telefon: 0228/ 73-5615
Fax: 0228/ 73-5617
E-Mail:
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Homepage: www.iol.uni-bonn.de

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