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Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2004 Das Universitätsklinikum stellt sich vorAm Universitätsklinikum Bonn arbeiten viele Menschen in den unterschiedlichsten Berufen. In einer losen Folge besuchen wir einige in ihrem Wirkungskreis.Mit Pinsel und Farbe der Seele auf der Spur

Das Universitätsklinikum stellt sich vorAm Universitätsklinikum Bonn arbeiten viele Menschen in den unterschiedlichsten Berufen. In einer losen Folge besuchen wir einige in ihrem Wirkungskreis.Mit Pinsel und Farbe der Seele auf der Spur

Die Arbeit einer Kunsttherapeutin am Universitätsklinikum

Die Psychiatrie am Universitätsklinikum Bonn setzt Kunst gezielt in der Therapie ein. Der Patient gestaltet kreativ Dinge, mit denen er sich beschäftigt. Dadurch hat er die Möglichkeit zum Nachdenken und gewinnt dabei neue Erkenntnisse über sich selbst. Ziel der Kunsttherapie ist, dass der Patient Probleme verarbeitet und Lösungen findet.

Kathrin Seifert arbeitet als Diplom-Kunsttherapeutin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn. Dort malt sie mit Patienten und diskutiert mit ihnen über ihre Bilder. "Am Anfang müssen die Patienten oft eine Hürde überspringen, denn viele haben schon lange keinen Pinsel mehr in der Hand gehabt", sagt Seifert. So führt die Therapeutin die Patienten in kleinen Schritten an das Malen eigener Bilder heran. Auf Wunsch bringt Seifert auch verschiedene Maltechniken bei.

In der Gruppe und in Einzelgesprächen bespricht die Kunsttherapeutin mit den Patienten die selbstgemalten Bilder oder auch die Kunstwerke berühmter Maler. Eine Bildbetrachtung in der Einzeltherapie ist natürlich viel persönlicher. "Im Dialog verfolgen wir gemeinsam, wie Detektive, eine Spur. So bringen die Bilder häufig Dinge ans Licht, die selbst für den Betroffenen im Verborgenen liegen", erklärt Seifert. Dabei geht die Therapeutin behutsam vor. Erst sucht sie die Stärken jedes einzelnen Patienten und reflektiert auf der anderen Seite, wo das Problem liegt. "Dabei ist das Bild eine Brücke, die dem Patienten einen geschützten Raum bietet", sagt Seifert.

Die Kunsttherapeutin arbeitet sehr gerne mit Patienten. Gerade das Individuelle reizt sie. "Zusammen tauchen wir in einen intensiven Prozess ein, und das ist immer wieder spannend", betont Seifert. Eine lange Warteliste zeigt, dass die Kunsttherapie auch bei den Betroffenen einen hohen Anklang findet.


Ansprechpartner:
Diplom-Kunsttherapeutin Kathrin Seifert
Abteilung Kunsttherapie
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-9823

Bild zu dieser Presseinformation

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Kathrin Seifert nimmt gerne selbst den Pinsel zur Hand.

Foto: Dr. Inka Väth/Uni Bonn

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