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Die hässlichste Verwandte des Tannenbaums

Welwitschia ist Pflanze des Monats Januar

An dieser Pflanze ist alles ein wenig merkwürdig: Die Verwandte des Tannenbaums hat einen unterirdischen Stamm und nur zwei "Nadeln", die dafür aber mehrere Meter lang werden können. Die Rede ist von der "Welwitschia" (Welwitschia mirabilis), einem "lebenden Fossil".

Bei all der Merkwürdigkeit ist es kein Wunder, dass der berühmte englische Botaniker Sir William Jackson Hooker das Gewächs als "hässlichste", aber auch "interessanteste Pflanze, die je in das Vereinte Königreich gelangte," bezeichnete. Der österreichische Forschungsreisende Friedrich Welwitsch hatte Hooker ein Exemplar aus Angola gesandt. Er schrieb, von seiner Entdeckung überwältigt, dass er seinen Augen nicht traute, als er die Pflanze um 1850 in der Wüste im Süden Angolas fand.

Von der Welwitschia gibt es männliche und weibliche Exemplare; Botaniker nennen das "zweihäusig". Die weiblichen Welwitschia dokumentieren mit ihren kleinen Zapfen, dass sie mit unserem Weihnachtsbaum verwandt sind. Die Pflanzen besitzen Zeit ihres Lebens nur zwei Blätter, eigentlich Nadeln, die immer weiter wachsen und an den Spitzen verwittern. Sie sind etwa 30 Zentimeter breit und zeigen deutliche "Jahresringe".

Die Welwitschia wächst in einer der trostlosesten Landschaften der Erde, der Wüste Namib. Sie kann an diesem extremen Standort nur durch besondere Anpassung überleben. Ihr Wurzelwerk breitet sich unterirdisch über eine riesige Fläche aus und kann daher auch geringste Mengen von Feuchtigkeit schnell und effizient aufnehmen. Darüber hinaus versucht die Pflanze mit einer Pfahlwurzel an das Grundwasser zu gelangen.

In den Botanischen Gärten Bonn wachsen Welwitschia-Pflanzen im Sukkulentenhaus des Botanischen Gartens am Poppelsdorfer Schloss. Eine weibliche und mehrere männliche Pflanzen blühen dort in diesen Tagen.

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Welwitschia (Welwitschia mirabilis)
Foto: Prof. Dr. W. Barthlott
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