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Bonner Messinstrument landete auf der Venus

Gasanalysator war vor 25 Jahren an Bord einer NASA-Sonde

Genau vor einem Vierteljahrhundert schrieb die Universität Bonn Raumfahrtgeschichte: Die Arbeitsgruppe für Weltraumforschung des Physikalischen Instituts hatte zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Kernphysik einen Gasanalysator gebaut, der am 9. Dezember 1978 an Bord einer amerikanischen NASA-Raumfahrtsonde in die obere Atmosphäre des Planeten Venus eintauchte. Es war nicht nur das erste deutsche Experiment, das es zu einem anderen Planeten geschafft hatte, sondern auch das erste Nicht-NASA-Experiment überhaupt, das auf einer amerikanischen Raumsonde mitfliegen durfte.

Mehr als fünf Jahre Entwicklungsarbeit steckten in dem Massenspektrometer, als es am 8. August 1978 von Cape Canaveral zur viermonatigen Reise zu unserem Nachbarplaneten startete. Das unter Leitung von Professor Dr. Ulf von Zahn gebaute Gerät verrichtete seine Aufgaben einwandfrei. Während der Mission funkte es eine Reihe von Messdaten über die Zusammensetzung der Venus-Atmosphäre und das Dichteverhältnis der dort vorkommenden Gase zur Erde. Seinen Jungfernflug sollte das Messgerät nicht überstehen: Nachdem es in der Atmosphäre innerhalb von 400 Sekunden 60 Gasanalysen vorgenommen hatte, verbrannte das Instrument mit der Sonne beim Eintritt in die dichte Venus-Atmosphäre.

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