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Bonner Professor wird oberster Krebsforscher

Otmar D. Wiestler übernimmt Leitung des DKFZ in Heidelberg

Der Bonner Neuropathologe Professor Dr. Otmar D. Wiestler ist zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) berufen worden. Der renommierte Wissenschaftler leitet seit zwölf Jahren das Institut für Neuropathologie der Universität Bonn. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch die Debatte um die Forschung mit embryonalen Stammzellen bekannt. Auch in seiner neuen Position möchte Wiestler der Bonner Forschung als Ratgeber erhalten bleiben und denkt über eine intensive Zusammenarbeit nach.

Neben seiner Tätigkeit in Forschung und Lehre an der Bonner Universität steht der 47-Jährige dem Kompetenznetzwerk Stammzellforschung in Nordrhein-Westfalen vor und ist medizinischer Geschäftsführer der Technologie-Plattform LIFE & BRAIN GmbH in Bonn. LIFE & BRAIN, das er mit dem Stammzellforscher Professor Dr. Oliver Brüstle leitet, und andere in den letzten Jahren angestoßene Projekte sieht Professor Wiestler durch seinen Weggang nicht in ihrer Existenz bedroht: "Natürlich kommt in der Übergangsphase mehr Verantwortung auf meine Bonner Kollegen zu, unter anderem auf Professor Brüstle und Professor Elger. Ich bin aber nicht aus der Welt und habe den Verantwortlichen in Universität und Land versichert, soweit ich kann auch in Zukunft beratend zur Verfügung zu stehen."

Nach über 10 Jahren in Bonn habe er nicht zuletzt auch den Drang verspürt, zu neuen Aufgaben vorzudringen, sagt der Vater von sechs Kindern. "Schon immer habe ich es als reizvoll angesehen, Forschung in einem größeren Rahmen zu gestalten." Nun das DKFZ in eine neue Etappe zu führen, sei eine große Herausforderung. Professor Wiestler: "Es gibt kaum eine vergleichbare Position in der Gesundheitsforschung!" Das vor fast 40 Jahren gegründete DKFZ ist mit rund 1780 Mitarbeitern, darunter 760 Wissenschaftler, das größte Forschungszentrum in den Gesundheitswissenschaften in Deutschland.

In Heidelberg möchte Wiestler die Erkenntnisse der Forschung stärker in die klinische Praxis überführen. "Dazu benötigen wir starke Partner, die wir zum Beispiel hier in Bonn finden können." Kontakte zwischen dem DKFZ und der Universität Bonn gebe es bereits, sie sollen weiter intensiviert werden. Darüber hinaus werde auch die Stammzellforschung in Heidelberg eine wichtige Rolle spielen, sagt der Professor, der in der jahrelangen Stammzelldebatte gelernt hat, innovative Forschungsansätze auch gegen Widerstände zu vertreten.


Hinweis für die Medien: Zur Einführung des neuen Vorstandsvorsitzenden veranstaltet das DKFZ in Heidelberg am Dienstag, 9. Dezember, um 11 Uhr mit Professor Wiestler eine Pressekonferenz (Ort: Raum K2 im Kommunikationszentrum).

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