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Ausstellung: Die legendäre Mommsen-Bibliothek

Akademisches Kunstmuseum zeigt Auswahl aus 15.000 Bänden

Für Altertumswissenschaftler ist sie noch heute eine wahre Fundgrube: Die Bibliothek des Historikers und Literatur-Nobelpreisträgers Theodor Mommsen. Nach seinem Tod im Jahr 1903 konnte das Akademische Kunstmuseum der Universität Bonn die umfangreiche Sammlung erwerben. Vom 30. Oktober bis zum 23. Dezember präsentiert das Museum eine Auswahl der gut 15.000 Bände, die die Grundlage für eine der größten altertumswissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland bilden.

Am Mittwoch, 29. Oktober, um 18.30 Uhr wird die Ausstellung "Die Bibliothek von Theodor Mommsen - eine Auswahl" im Foyer des Museum eröffnet; dazu sind auch Journalisten herzlich eingeladen. Um 19.15 Uhr hält der Bielefelder Professor Dr. Stefan Rebenich einen Vortrag über das Leben des Historikers und Nobelpreisträgers.

Mommsen wurde vor allem durch sein Werk "Römische Geschichte" bekannt, in dem er die politischen und sozialen Fragen der eigenen Gegenwart reflektiert. Er verstand sich jedoch primär als Jurist und Philologe, dessen Aufgabe es sei, die objektiven Zeugnisse der Antike ans Licht zu holen und diese "Archive der Vergangenheit zu ordnen". Der Wissenschaftler war überdies ein streitbarer und scharfzüngiger Politiker. Er plädierte im deutsch-französischen Krieg für eine Annexion Elsaß-Lothringens und wurde daraufhin aus der französischen Gesellschaft für Altertumsforschung ausgeschlossen. Im Berliner Antisemitismusstreit übte Mommsen scharfe Kritik am Historiker Heinrich von Treitschke, der vor einem gefährlichen Einfluss des Judentums in Deutschland gewarnt hatte.


Ansprechpartner:
Professor Dr. Harald Mielsch
Direktor des Akademischen Kunstmuseums der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-7738
E-Mail:
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