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Kirchenmusik im 20. Jahrhundert

Wissenschaftliches Kolloquium begeht gleich drei Jubiläen

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt die Kirchenmusik lediglich als schmückendes Beiwerk zum Gottesdienst. Im Laufe der letzten hundert Jahre hat sich diese Rolle wesentlich gewandelt. Ein Kolloquium an der Universität Bonn zeichnet vom 20. bis zum 22. November diese Dynamik nach und fragt nach der Weiterentwicklung  unter den Bedingungen des  neuen Jahrhunderts.

Vor hundert Jahren, am 22. November 1903, veröffentlichte Papst Pius X. eine Instruktion, in der er anregte, die Kirchenmusik als wesentlichen Teil der Liturgie wieder mehr in die Mitte des kirchlichen Lebens zu rücken. Sein Anstoß mündete 60 Jahre später, am 4. Dezember 1963, in der offiziellen Forderung des Zweiten Vatikanischen Konzils, Liturgie und Kirchenmusik grundlegend zu reformieren. Die deutsche Bischofskonferenz schließlich regte vor zehn Jahren an, Kunst - seien es Literatur, die bildenden Künste oder die Musik - zu einem unverzichtbaren Bestandteil der theologischen Ausbildung zu machen. Dieses Anliegen spiegelt sich in Bonn beispielsweise in den Honorarprofessuren für Kirchenmusik sowie für Christliche Kunstgeschichte.

"Kunst hat nicht nur ihre eigene Sichtweise auf die Wirklichkeit und auf gesellschaftliche Entwicklungen, Kunst richtet häufig auch einen prophetischen Blick in die Zukunft", begründet der Bonner Theologe Professor Dr. Albert Gerhards, was für ihn die Auseinandersetzung mit Literatur oder Musik aus theologischer Sicht so spannend macht. Einen Höhepunkt des Kolloquiums, in dessen Verlauf Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider seine öffentliche Antrittsvorlesung als Honorarprofessor für Kirchenmusik halten wird, stellt die Bonner Erstaufführung der Credo-Komposition Michael Denhoffs im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes dar. Anmeldungen zum Kongress (per E-Mail an [Email protection active, please enable JavaScript.]) sind noch bis zum 15. Oktober möglich; der Teilnahmebeitrag beträgt 40 Euro, für Studierende 20 Euro.


Ansprechpartner:
Professor Dr. Albert Gerhards
Seminar für Liturgiewissenschaft
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-7819 oder -3968
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

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