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Trauer um Professor Dr. Helmut Roth

Angesehener Archäologe verstarb im Alter von 62 Jahren

Die Universität Bonn trauert um Professor Dr. Helmut Roth. Der angesehene Archäologe und ehemalige Dekan der Philosophischen Fakultät verstarb am 22. September in Bonn.

Helmut Roth, geboren am 14. 7.1941 in Berlin, studierte Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Geologie in Würzburg. Im Jahre 1969 schloss er dort das Studium mit einer Promotion über "Die Ornamentik der Langobarden in Italien" ab. Nach Hochschulassistenturen an den Universitäten Göttingen und Würzburg wurde er im Jahre 1975 mit einer Arbeit über "Archäologische Zeugnisse des frühen Christentums bei den Alemannen" habilitiert und folgte anschließend dem Ruf auf eine ordentliche Professur an die Universität Marburg. Seit 1992 war er C4-Professor und Direktor des Instituts für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie an der Universität Bonn. Von 1996 bis 2000 stand er der Philosophischen Fakultät als Dekan vor.

Professor Roth war ordentliches Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts sowie zahlreicher weiterer wissenschaftlicher Institutionen im In- und Ausland. Im Mittelpunkt seines weitgespannten Forschungsinteresses standen die Archäologie und Kunstgeschichte des frühen Mittelalters, die Geschichte der "Völkerwanderungszeit" und die damit verbundenen sozial-, wirtschafts- und handelsgeschichtlichen Fragestellungen. Diese waren auch Anlass zahlreicher Forschungsaufenthalte im europäischen wie außereuropäischen Ausland. Die archäologischen Ausgrabungen der Universität Bonn in Sri Lanka, Nepal und der Mongolei gehen auf sein unermüdliches Engagement zurück.

"Die Universität Bonn verliert mit Professor Roth einen bedeutenden Archäologen von hohem internationalen Ansehen und einen charismatischen akademischen Lehrer", sagte der Rektor der Universität, Professor Dr. Klaus Borchard.

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