Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sections
Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2003 Ungeahnte Einblicke in den Körper

Ungeahnte Einblicke in den Körper

Magnetresonanz-Experten treffen sich in Bonn

Bei der Diagnose vieler Erkrankungen spielt heute die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) eine zentrale Rolle. Sie gewährt dem Arzt einen tiefen Einblick in das Körperinnere, ohne dass er zum Skalpell greifen oder Röntgenstrahlung einsetzen müsste. Seit kurzem eröffnen neuartige MR-Tomographen mit extrem hohen magnetischen Feldstärken ungeahnte Möglichkeiten für die Diagnostik. Am 5. und 6. September werden führende internationale Experten auf dem Gebiet der Hochfeld-MRT auf Einladung der Radiologischen Klinik der Universität Bonn im Haus der Geschichte die neuesten Ergebnisse ihrer wissenschaftlicher Arbeiten präsentieren.

Das "2nd International Symposium on Highfield MR in Clinical Applications" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. "Unsere Veranstaltung ist bislang das einzige wissenschaftliche Symposium weltweit, das den klinischen Einsatz der MRT bei sehr hohen, über zwei Tesla liegenden Magnetfeldstärken zum Thema hat", sagt Klinikdirektor Professor Dr. Hans Schild.

Erst vor gut einem Jahr wurde am Universitätsklinikum ein weltweit einmaliger, mehrere Millionen Euro teurer Hochfeld-Magnetresonanz-Tomograph in Betrieb genommen. Der Philips-Konzern hatte dem Standort Bonn den Vorzug vor Mitbewerbern aus den USA, Japan und Europa gegeben. In kurzer Zeit ist es den Bonner Wissenschaftlern gelungen, dank der neuen Technik auf Neuland vorzustoßen, das bislang als unerreichbar galt: "Bisher hat man sich mit der Hochfeld-MRT weitgehend auf das Zentrale Nervensystem  beschränken müssen, weil das Gehirn im Gegensatz zum restlichen Körper noch vergleichsweise unproblematisch zu untersuchen ist" ", sagt Professor Schild. "Bei der Untersuchung von Herz, Lunge, Leber oder der Brust bereiteten Herzschlag, Atmung und andere Bewegungen dagegen bislang erhebliche Schwierigkeiten. Zwischenzeitlich konnten wir aber einige dieser Probleme lösen, so daß diese Organe nun auch von der Diagnostik im Hochfeld-Magneten profitieren können." Auf dem internationalen Symposium wird das Bonner Team über seine Fortschritte berichten.

Im Internet gibt es unter: http://www.meb.uni-bonn.de/radiologie/HighfieldMR.html das Programm der Tagung. Die Medien sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.


Ansprechpartner für die Medien:
Professor Dr. Hans Heinz Schild, Radiologische Klinik der Universität Bonn
Telefon: 0228/287-5870
E-Mail:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

Artikelaktionen