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Japans Schönheit, Japans Seele

Fernöstliche Kunst ermöglicht Japanforschung neue Erkenntnisse

Die Bonner Kunst- und Ausstellungshalle zeigt vom 29. August bis zum 26. Oktober mehr als einhundert der bedeutendsten Kunstschätze Japans aus dem Tokyo National Museum. Es handelt sich um die erste Kooperation der beiden Museen. Die Ausstellung "Japans Schönheit, Japans Seele" wurde durch Professor Dr. Josef Kreiner, Direktor des Japanologischen Seminars an der Universität Bonn, initiiert, der als Kurator die Idee in enger Zusammenarbeit mit den japanischen Verantwortlichen entwickelt hat.

Neben schriftlichen Quellen und soziologischen Daten liefern Kunst und ethnologische Sammlungen wichtige Daten für die Japanforschung. "Leider wird diese Quelle meist vernachlässigt", erklärt Professor Kreiner, durch dessen gute Kontakte "Japans Schönheit, Japans Seele" zustande kam. "Um zu erkennen, welche großen Einflüsse von Japan auch auf Europa und seine Entwicklung ausgegangen sind, ist die Analyse japanischer Sammlungen aber ausgesprochen wichtig." Die Ausstellung will nicht einfach Kunstschätze quer durch die japanische Geschichte aneinander reihen, sondern den Versuch wagen, eine neue, in Europa kaum beachtete Epoche der Kunstgeschichte Japans vom 14. bis zum 17. Jahrhundert ins Licht zu rücken, in der sich eine charakteristisch japanische Ästhetik entwickelte.

Ein Vortragszyklus sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen vertiefen diesen Schwerpunkt. So wird Katayama Kurôemon am 5., 6. und 7. September in Bonn klassische Nô-Dramen aufführen - Kurôemon gilt als "Lebender Kulturschatz" Japans. Der Meister wird bei seinen Auftritten originalgetreue Kopien von wertvollen mittelalterlichen Nô-Masken tragen, die in einer Sonderschau "Göttliches Alter, ewige Jugend" vom 5. September bis zum 26. Oktober in der Kunst- und Ausstellungshalle zu sehen sind. Außerdem wird eine Meisterin des Ikebana aus Kyoto zur Eröffnung der Ausstellung ein drei Meter hohes Blumengesteck aus einer Bildrolle des 17. Jahrhunderts rekonstruieren. Zusammen mit anderen Blumengestecken ist es bis zum 7. September im Foyer der Kunst- und Ausstellungshalle zu bewundern.

Mehr als 50 Fachleute von Museen fast aller europäischen Länder und etwa 20 japanische Wissenschaftler werden vom 8. bis zum 11. September zu einem internationalen Symposium des Japanologischen Seminars erwartet. Die von der Toyota Foundation Tokyo geförderte Tagung unter dem Titel "Japanese Collections in European Museums" wird einen Überblick über die exzellenten und oftmals kaum bekannten Kunstschätze Japans in Europa erarbeiten und damit die Grundlage für weitere Forschungsarbeiten legen.

Ansprechpartner:
Professor Dr. Josef Kreiner
Japanologisches Seminar der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-5730
E-Mail:
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