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Eifel-Schönheit gedeiht auf kargen Wiesen

Sonnenröschen ist Pflanze des Monats Juli

Eine der auffälligsten Pflanzen der Eifel ist das Sonnenröschen (Helianthemum nummularium). Seine zarten Blüten öffnen sich nur, wenn die Sonne scheint - diesem Umstand verdankt die Pflanze ihren deutschen Namen. In diesem Juli wird das Sonnenröschen in den Botanischen Gärten der Universität Bonn als "Pflanze des Monats" geführt.

Das Sonnenröschen ist ein typischer Bewohner der unter Fachleuten als "Kalkmagerrasen" bekannten kargen und trockenen Wiesen in der Eifel. Kalkmagerrasen gehören in Mitteleuropa zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften. Erstaunlicherweise verdanken sie ihre Existenz den Aktivitäten des Menschen: Die entsprechenden Flächen wurden bereits im Mittelalter gerodet und anschließend als Weide hauptsächlich für Schafe benutzt. So konnte sich im Verlauf der Jahrhunderte an diesen sonnigen, trockenen und kalkreichen aber nährstoffarmen Standorten eine sehr artenreiche, naturnahe Gesellschaft entwickeln, in der besonders häufig verschiedene Orchideenarten auftreten.

Das Sonnenröschen blüht im Moment reichlich im Kalkmagerrasen der Biotop-Anlage im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss. Zwischen Melbweiher und dem Arboretum sind alle wichtigen Lebensräume des Rheinlandes dargestellt. Alle charakteristischen und vor allem auch die seltenen und gefährdeten Arten sind dort anzutreffen - eine Miniaturausgabe der Lebensraumvielfalt im Rheinland.

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Sonnenröschen (Helianthemum nummularium) ist Pflanze des Monats Juli.
Copyright: Dr. Bodo Möseler
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