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Gipfeltreffen der Quantenchemie in Bonn

Zwei Nobelpreisträger sind unter den 500 Teilnehmern

Vom 20. bis 25. Juli 2003 findet an der Universität Bonn der XI. Internationale Kongress für Quantenchemie statt. Zu diesem "Gipfeltreffen" der Quantenchemie werden rund 500 Teilnehmer aus 48 Ländern erwartet, darunter auch zwei Chemie-Nobelpreisträger. Alle drei Jahre treffen sich Experten aus aller Welt unter der Schirmherrschaft der "International Academy of Quantum Molecular Science" (IAQMS), um Fortschritte auf diesem Gebiet zu diskutieren, das sich in den letzten Jahren durch den Einsatz immer leistungsfähigerer Computer stürmisch entwickelt hat.

Dass es im bundesweiten "Jahr der Chemie" gelungen ist, den Kongress erstmals nach Deutschland zu holen, ist vor allem ein Verdienst der Vizepräsidentin der IAQMS, der emeritierten Bonner Professorin Sigrid Peyerimhoff, die das Treffen federführend organisiert.

Es ist eine der wichtigsten Erkenntnisse der modernen Physik, dass Materie nicht nur Teilcheneigenschaft besitzt, sondern auch als Welle beschrieben werden kann. Auf der Basis dieser Erkenntnis wurde die Quantenchemie entwickelt. Sie ermöglicht heutzutage, die Eigenschaften chemischer Systeme von kleinen Molekülen bis hin zu komplexen Biomolekülen und deren Reaktionen auf molekularer Ebene zu ergründen.

Der Bonner Kongress ist ein Forum für einen intensiven fachlichen Austausch zwischen theoretischen Disziplinen und Experimentatoren. In Vorträgen und Posterbeiträgen stellen die Teilnehmer methodische Fortschritte und Ergebnisse in der theoretischen Behandlung von chemischen und biologischen Systemen auf der Grundlage der Quantenchemie vor. Die Beiträge dokumentieren den Nutzen theoretischer und computerunterstützter Verfahren zur Lösung von Problemen in nahezu allen Bereichen der Chemie und Biochemie, der Erforschung neuer Materialien, der Bioinformatik, der Pharmakologie, der Umweltchemie und Umweltphysik.

Nobelpreisträger hält Eröffnungsvortrag

Der Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1999, Ahmed Zewail, der im Jahr 1994 den Bonner Chemiepreis erhielt, hält am Sonntag, 20. Juli, um 16 Uhr in Hörsaal X den Eröffnungsvortrag mit dem Titel "Dynamical Chemistry and Biology: Exploring New Frontiers". Außerdem wird der Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1998, John Pople, an der Konferenz teilnehmen.  

Öffentliche Abendveranstaltung

Als Beitrag zum "Jahr der Chemie" bietet der Kongress am Mittwoch, 23. Juli, um 20 Uhr im Hörsaal X des Universitäts-Hauptgebäudes allen interessierten Bürgern eine öffentliche Abendveranstaltung. Professor Dr. Walter Thiel vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr wird in den Abend einführen. Im Anschluss sprechen Professor Dr. Wolfgang Domcke, TU München, über "Femtochemie: Die Erforschung der schnellsten chemischen Elementarprozesse" und Professor Dr. Ursula Röthlisberger, Ecole polytechnique fédérale de Lausanne, über "Biokatalyse: Simulation enzymatischer Reaktionen".

Einzelheiten zum Kongress finden sich im Internet unter: www.icqc.uni-bonn.de


Ansprechpartnerin:
Professorin Dr. Sigrid Peyerimhoff
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn
Telefon: 0228/73- 2351
E-Mail:
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