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Enzyme unter Strom und Atome zum Anfassen

Öffentliche Ringvorlesung zum Jahr der Chemie

Mit der Faszination, den Chancen und den Risiken der modernen Chemie setzen sich Wissenschaftler an der Universität Bonn im Rahmen einer Ringvorlesung zum Jahr der Chemie auseinander. Die Themen der Vorlesungen reichen vom Sinn oder Unsinn spezieller Sportgetränke über die Risiken heimischer Pflanzengifte bis hin zur künstlichen Herstellung von Edelsteinen. Die öffentliche Veranstaltungsreihe beginnt am Donnerstag, 26. Juni, und findet dann immer donnerstags von 18 bis 20 Uhr bis zum Semesterende im Hörsaal XII des Universitäts-Hauptgebäudes statt. Der Eintritt ist frei.

Die Vorlesungen im einzelnen:

26. Juni 2003: "Spezielle Getränke für den sportlich Aktiven - notwendig, überflüssig oder schädlich?"
Flüssigkeits- und Nährstoffverluste beeinträchtigen die körperliche Leistungsfähigkeit. "Designer drinks" sollen dazu beitragen, den sportlich Aktiven mit allem Notwendigen zu versorgen. Prof. Dr. Peter Stehle vom Institut für Ernährungswissenschaft beleuchtet aus ernährungswissenschaftlicher Sicht, ob dies tatsächlich stimmt.

3. Juli 2003: "Pflanzengifte im Alltag - eine tägliche Bedrohung"
Pflanzen aus unserem Lebensraum werden schon seit Menschengedenken als Arzneimittel verwendet, andere Gewächse sind schon lange für ihr giftiges Potential bekannt. Auch wenn zahlreiche einheimische Pflanzen giftig sind, kommt es in Deutschland selten zu tödlichen Vergiftungsfällen. Wenn doch, sind häufig Kinder und Jugendliche betroffen, die Giftpflanzen unwissentlich, aber auch missbräuchlich einnehmen. Das tatsächliche Gefahrenpotential will Dr. Michael Keusgen, Institut für Pharmazeutische Biologie, in seinem Vortrag erörtern.

10. Juli 2003: "Enzyme unter Strom"
Der Einsatz von Enzymen als Biokatalysatoren stellt inzwischen eine etablierte Methode für die Synthese von Feinchemikalien in der Industrie dar. Auch der Einsatz von Elektrochemie ist in der industriellen Synthese verbreitet. Für die Kombination beider Methoden gibt es dagegen bisher keine industriellen Beispiele. Dabei leistet die Kombination von Biokatalyse und Elektrochemie ("Enzyme unter Strom") einen Beitrag zur nachhaltigen Chemie. Das Potential der viel versprechenden Methode zeigt Dr. Andreas Liese vom Forschungszentrum Jülich in diesem Vortrag auf. ...

17. Juli 2003: "Antibiotika - chemische Wunderwaffen ohne Wirkung?"
Antibiotika werden von der Öffentlichkeit meist als "scharfe" chemische Stoffe bewertet, die ein hohes Gefährdungspotential haben können. In Wahrheit sind die meisten Antibiotika Naturstoffe, denen durch chemische Veränderung die Gefährlichkeit genommen und deren Wirksamkeit dadurch verbessert wurde. Ihre Wirksamkeit wird aber mehr und mehr durch Resistenzentwicklung der Erreger eingeschränkt. Einen Überblick über den Stand der Forschung gibt Prof. Dr. Bernd Wiedemann, Pharmazeutische Mikrobiologie.

24. Juli 2003: "Echt oder nachgemacht? Künstliche Diamanten und Edelsteine"
Schönheit, Unvergänglichkeit und Seltenheit verleihen den Edelsteinen ihre Faszination. Seit dem Altertum zieht vor allem der Diamant durch seine Härte, Resistenz und Makellosigkeit den Menschen in seinen Bann. Es hat nie an Versuchen gefehlt, Diamanten im Labor herzustellen - eine Geschichte voll von Verblendung und menschlichen Tragödien. Was erstmals um 1950 gelang, ist längst zu einer großen Industrie geworden. Werden aus edlen und teueren Steinen preiswerte Massenprodukte? Dieser Frage geht Prof. Dr. Johannes Beck, Institut für Anorganische Chemie, nach.

31. Juli 2003: "Atome, Moleküle sehen und anfassen"
Mittels modernster Methoden lassen sich einzelne Atome und Moleküle nicht nur sichtbar machen, sondern sogar manipulieren. Dies ist alles andere als eine wissenschaftliche Spielerei, sondern vielmehr die unverzichtbare Grundlage der sogenannten "Nanotechnologie", die in jeder Hinsicht zukünftige technische Entwicklungen beeinflussen wird, wie es zum Beispiel in der Informationstechnologie bereits heute hautnah zu erleben ist. Es referiert Prof. Dr. Klaus Wandelt, Institut für Physikalische und Theoretische Chemie .

Weitere Informationen zum Jahr der Chemie an der Universität Bonn gibt es im Internet: http://www.chemie2003.uni-bonn.de

Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Wandelt
Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-2654
E-Mail:
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