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Sie sind hier: Startseite Die Universität Informationsquellen Presseinformationen 2003 3.500 Besucher bei der Georallye in der Eifel

3.500 Besucher bei der Georallye in der Eifel

\"Spaß gehabt und etwas gelernt\"

"Kinder, was Ihr alles fragen könnt!" seufzte der Student, vor dem sich ein halbes Dutzend kleiner Entdecker aufgebaut hatte, um ihre soeben gefundenen "Schätze" bestimmen zu lassen. Hunderte Kinder fragten ihm und seinen Kommilitonen am vergangenen Sonntag auf der Halde eines ehemaligen Kalksteinbruchs bei Dreimühlen in der Eifel regelrecht Löcher in den Bauch. Der Steinbruch war nur eine von 12 Stationen der diesjährigen Georallye, zu der die Geowissenschaftler der Universität Bonn in die Nordeifel eingeladen hatten. Insgesamt zählten die Organisatoren über 3.500 Besucher, die sich auch von gelegentlichen Regenschauern nicht abhalten ließen.

Rund um Mechernich hatten sich Bonner Wissenschaftler an erdwissenschaftlich bedeutenden Punkten postiert. Von der Wasserversorgung der Römer bis zur Tierwelt in den Riffen der Vorzeit reichte das Programm. Im Laufe des Sonntags fanden sich mehrere Hundert Besucher an allen Posten ein, um Kurzvorträgen zu lauschen, Führungen mitzumachen und selbst auf die Suche nach Zeugnissen der Vergangenheit zu gehen.
Eine begeisterte Bilanz zogen Professor Dr. Wighart von Koenigswald vom Institut für Paläontologie und sein Kollege Professor Dr. Niko Froitzheim vom Geologischen Institut. "Das müssen wir nächstes Jahr wieder machen!" Die Organisatoren bedankten sich auch bei den Ansprechpartnern vor Ort und bei den lokalen Medien: "Sie alle haben sehr zu diesem Erfolg beigetragen!" Ein dickes Lob gaben auch die Besucher an die Wissenschaftler zurück. Ein Teilnehmer meinte: "Wir haben Spaß gehabt und auch etwas gelernt!"

Ehrenamtlich hatten 50 Helfer vom Studenten bis zum Professor die Georallye vorbereitet und für die Besucher kostenlos durchgeführt. Wer dennoch einen Obolus beisteuern wollte, der konnte zugunsten der Aktion "Ein Stuhl für Kabul" spenden, die die Bonner Partneruniversität in der afghanischen Hauptstadt unterstützt. Fast 1.000 Euro fanden sich am Abend in den Spendenbehältern! Im kommenden Jahr wollen die Bonner Wissenschaftler wieder eine Georallye in einer anderen Gegend anbieten; dann ist vielleicht das Siebengebirge an der Reihe.

Bilder zu dieser Presseinformation

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Der Sammeltrieb wurde im Steinbruch der Firma Lafarge in Sötenich geweckt.
Foto: Archut/Uni Bonn
Große und kleine Entdecker sammelten Fossilien auf der Halde eines ehemaligen Steinbruchs bei Dreimühlen.
Foto: Archut/Uni Bonn
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