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Wissenschaftsmarketing für die Region:

Forschungseinrichtungen sehen Politik in der Pflicht

Die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler ist eine international bedeutende Wissenschaftsregion. Um ihr aber einen festen Platz in der "Bundesliga" der deutschen Wissenschaftsstandorte zu sichern, fordern die an Rhein, Sieg und Ahr ansässigen Wissenschaftseinrichtungen von den politisch Verantwortlichen weitergehende Anstrengungen für ein regionales Wissenschaftsmarketing.

An der Bonner Universität und an sechs Fachhochschulstandorten werden rund 43.000 Studierende ausgebildet. Über 11.000 Mitarbeiter, darunter 5.000 Wissenschaftler, arbeiten in den zahlreichen Forschungseinrichtungen wie dem Forschungszentrum caesar, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaft (FGAN) und den Instituten der Max-Planck- und der Fraunhofer-Gesellschaft. Außerdem haben für Forschung und Wissenschaft essentielle Förderorganisationen, Ministerien und Behörden ihren Sitz in Bonn. Der Wissenschaftssektor trägt ganz wesentlich zum Strukturwandel in der Region bei; er schafft neue und sichert bestehende Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Die Wissenschaftseinrichtungen sorgen in vielfältiger Weise - zum Beispiel durch Veranstaltungen, Forschungsarbeiten und die Ausbildung von Fach- und Führungskräften - für die überregionale Sichtbarkeit der Wissenschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler. Sie haben die Notwendigkeit erkannt, sich zusammenzuschließen, um ihre Aktivitäten zu bündeln und zu koordinieren und so deren Wirkung zu optimieren. Dadurch wollen sie gegenüber Politik und Bürgern ihre Leistungen für die Region noch besser vermitteln und ein positives, wissenschaftsfreundliches Klima schaffen.

Dieses Engagement kann aber das Wissenschaftsmarketing für die Region, das bisher sehr erfolgreich von der Strukturförderungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler im Auftrag der Stadt und der Kreise Rhein-Sieg und Ahrweiler koordiniert wurde, nur unterstützen, jedoch nicht ersetzen. Nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Akteure wird die Position Bonns unter den führenden Wissenschaftsstädten gehalten und ausgebaut werden.

Als wesentliche Maßnahmen zum Ausbau des regionalen Wissenschaftsmarketings fordern die Einrichtungen die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung daher auf:

  • die Anliegen von Wissenschaft und Forschung noch intensiver als bisher administrativ, politisch und finanziell zu unterstützen,
  • die Präsenz der Region auf Leitmessen auch in Zukunft zu gewährleisten,
  • eine neue zentrale Geschäftsstelle zu finanzieren, deren Aufgabe es sein wird, das Wissenschaftsmarketing der Region zu koordinieren, Konzepte zu entwickeln und deren Umsetzung zu organisieren,
  • den Fortbestand der Bonner Wissenschaftsnacht als jährlichem zentralen Ereignis zur Darstellung und Imagebildung der Wissenschaftsregion für die Zukunft zu sichern und schließlich
  • mit allen Einrichtungen das regelmäßige Gespräch zu allen wissenschaftsrelevanten Fragen zu suchen.
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