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Gigantischer Insulaner

Der Riesen-Natterkopf ist Pflanze des Monats April

Auf ozeanische Inseln geht die Evolution oft ganz eigene Wege, was sie für Biologen besonders interessant macht. Ein Beispiel ist der "Insel-Gigantismus". Ein wahrhaft gigantisches Beispiel steht im Botanischen Garten am Poppelsdorfer Schloss gerade fünf Meter hoch in voller Blüte: der Riesen-Natternkopf (Echium pininana) von den Kanarischen Inseln. In diesem April wird er als "Pflanze des Monats" geführt.

Die Natternköpfe gehören zu den Rauhblatt- oder Borretschgewächsen. Etwa 20 Arten sind im Mittelmeergebiet verbreitet. Der blaublühende gemeine Natternkopf (Echium vulgare) kommt in Deutschland als etwa kniehohe Pflanze an trockenen, sonnigen Stellen vor. Auf den Kanarischen Inseln, auf Madeira und den Azoren gibt es etwa 30 eigene Arten, die erstaunlich groß werden können: Im ersten Jahr bilden sie eine gewaltige Blattrosette aus, bevor im zweiten Jahr eine etwa fünf Meter hohe Blütenkerze in die Höhe schießt.

Im Botanischen Garten werden die Pflanzen aus Samen gezogen und blühen im zweiten Jahr. Anschließend stirbt die Pflanze ab. Wie die meisten Mittelmeerpflanzen werden sie im so genannten "Kalthaus" kultiviert. Im Prinzip ist die Kultur ähnlich wie bei einem Oleander - aber auf Grund der enormen Größe sind die Riesen-Natternköpfe offensichtlich nicht für das Fensterbrett geeignet.

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Der Blütenstand von E. wildpretii mit Tausenden von kleinen blauen und roten Blüten
(Foto/copyright: W. Barthlott)
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