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Riesenammoniten aus der Zeit der Dinosaurier

Schalen der Kopffüßer im Goldfuß-Museum zu bewundern

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass es sich bei den aktuellen Fossilien des Monats im Goldfuß-Museum der Universität Bonn um zu groß geratene Schnecken handelt - in Wahrheit sind es aber Verwandte der Tintenfische. Bis zum Monatsende können Interessierte in der Nussallee 8 Versteinerungen riesenhafter Ammoniten bewundern.
 
Ammoniten sind Kopffüßer, die wie Muscheln oder Schnecken zu den Weichtieren gehören. Vor allem wegen der verblüffenden Symmetrie ihrer meist spiralig aufgerollten Schale und wegen ihrer unüberschaubaren Formenvielfalt sind sie bei Fossiliensammlern besonders beliebt. Fast 350 Millionen Jahren lang gehörten die Ammoniten zu den häufigsten Lebewesen in den Weltmeeren. Erst vor 65 Millionen Jahren starben sie gleichzeitig mit den Dinosauriern aus. Als Versteinerung findet man meist nur noch das in Kammern unterteilte Gehäuse der Kopffüßer; Weichteile sind nur in seltenen Ausnahmefällen erhalten.

Das Goldfuß-Museum präsentiert diesen Monat unter anderem einen wagenradgroßen Riesenammoniten. Die größten Exemplare dieser Weichtiere konnten einen Durchmesser von zwei Metern und mehr erreichen. Die gezeigten Exemplare stammen nicht aus Amerika oder Asien, sondern wurden im Münsterland bzw. in der Nähe von Bottrop im Ruhrgebiet gefunden. Die genaue Ursache für den Riesenwuchs ist bislang noch nicht eindeutig geklärt; wahrscheinlich waren die Tiere aber durch ihre Größe besser vor Feinden geschützt.

Öffnungszeiten des Museums: Mo-Fr 9-16 Uhr, So 13-17 Uhr, Samstag und Feiertage geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Ansprechpartner:
Dr. Martin Sander
Institut für Paläontologie der Universität Bonn
Tel.: 0228/73-3105
E-Mail:
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Ammonit der Gattung Dactylioceras. Exemplare dieser Gattung erreichen einen Durchmesser von circa 7-10 cm, ansonsten gleichen sie den Riesenammoniten bis auf's i-Tüpfelchen. Foto: Goldfuß-Museum
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