Schöner bohren

Wo hat der Zahnarzt eigentlich das Bohren gelernt? Manchem mag bei dem Gedanken mulmig werden, dass auch der beste Zahnarzt einmal klein angefangen hat. Keine Sorge " heute kommt kein Mensch bei ersten unbeholfenen Bohrversuchen zu Schaden. Statt dessen halten im so genannten "Phantomkurs" Kunststoff-Patienten ihre Kiefer hin. Mit Hilfe von 800.000 Euro konnte die Universität Bonn jetzt Lehrräume in der Zahnklinik sanieren, zusätzliche Simulatoren anschaffen und so den Engpass im Studium der Zahnmedizin beseitigen. Eine Hälfte des Betrages wurde aus zentralen Studienbeiträgen finanziert, die andere Hälfte steuert die Medizinische Fakultät bei.

Brain gain für die Bonner Astronomie

Die Astronomen der Universität Bonn bekommen erstklassige Verstärkung! Mit Professor Dr. Norbert Langer wollen sie einen der renommiertesten Astrophysiker im Rahmen einer Alexander von Humboldt-Professur an das Argelander-Institut für Astronomie (AIfA) der Universität Bonn holen. Die Professur wird über fünf Jahre mit einer Fördersumme von 3,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Diese Förderentscheidung hat die Alexander von Humboldt-Stiftung heute bekannt gegeben.

Routenplaner für Haiti nach Hurrikan Ike

Kartographen der Universität Bonn haben auf Anfrage der Vereinten Nationen einen Routenplaner für Haiti entwickelt. Die Karibikinsel wurde vor einem guten Monat durch einen Hurrikan verwüstet, der auch zahlreiche Brücken und Straßen zerstört hat. Mit dem Bonner System können die Hilfstruppen dezentral via Internet gesperrte Gebiete erfassen. Der Routenplaner berücksichtigt diese dann bei der Berechnung der schnellsten Wegstrecke. Er greift dazu unter anderem auf frei verfügbare Geodaten zurück, die in der Vergangenheit von einem Heer von Freiwilligen erfasst wurden. Anbieter wie Yahoo oder Google bieten derzeit keine Routenberechnung für Haiti an.

Warum Riesendinosaurier so groß wurden

Sauropoden waren mit einer Körperlänge von fast 40 Metern, einer Höhe von 17 Metern und einem Gewicht von bis zu 100 Tonnen die größten Landtiere, die je die Erde bewohnten. Ihr einzigartiger Gigantismus war möglich, weil sie Eier legten und viele Nachkommen hatten, die Nahrung nur herunter schlangen anstatt sie zu kauen, eine vogelähnliche Lunge aufwiesen und eine flexible Stoffwechselrate hatten. Dies berichtet Professor Dr. Martin Sander von der Universität Bonn gemeinsam mit seinem Züricher Kollegen Dr. Marcus Clauss in der neusten Ausgabe von "Science".

Eine alte Amerikanerin in Poppelsdorf

Die Universität Bonn besteht seit dem 18. Oktober 1818. Noch im Gründungsjahr wurde damit begonnen, den damaligen Lustgarten des Poppelsdorfer Schlosses in einen wissenschaftlichen Botanischen Garten zu überführen. Unter den ersten Pflanzungen in der neuen Baumsammlung, dem "Arboretum", gehört eine wunderschöne Gruppe verschiedener amerikanischer Nussbaumarten der Gattung Carya. Die Pekannuss (Carya illinoiensis) ist in den Botanischen Gärten der Universität Bonn die Pflanze des Monats Oktober.

Sein Leben hing an einem seidenen Faden

Nach einem Badeunfall versagte Manuels Lunge. Seine einzige Rettung war die Künstliche Lunge ECMO - die Extrakorporale Membranoxygenierung. Doch gibt es die ECMO nur an wenigen Zentren in Deutschland. Das speziell geschulte Intensiv-Team am Universitätsklinikum Bonn wendete diese Therapie bei Manuel an. Nach sechs Tagen wachte der zwölfjährige Junge aus dem Koma auf. Trotz kurzzeitigen Sauerstoffmangels im Gehirn hat Manuel keine Schäden davongetragen und geht auch wieder zur Schule.

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