04. August 2008

Nachhaltige Ressourcennutzung ist das Ziel Nachhaltige Ressourcennutzung ist das Ziel

Neues Verbundprojekt vernetzt Forscher in Ostafrika

Das Leben der Menschen in Afrika ist in vielen Ländern nach wie vor von Hunger und Armut geprägt. Häufig liegt es daran, dass die vorhandenen Ressourcen nicht nachhaltig genutzt werden. Mit dem Ziel, Forscher in Afrika weiter zu qualifizieren und innerhalb des Kontinents zu vernetzen, geht nun mit Förderung der Volkswagen-Stiftung ein neues Verbundprojekt der Universität Bonn mit Partnern in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda an den Start. Das mit 323.800 Euro geförderte Vorhaben wird von Dr. Franz Gatzweiler vom Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn koordiniert.

"The role of institutions for forest resource and livelihood management in East African forest landscapes" lautet der Titel des Projekts, das in Zusammenarbeit mit Forschern der Addis Ababa University und dem Ethiopian Coffee Forest Forum in Addis Ababa, Äthiopien, der Makerere University in Kampala, Uganda, des Kenya Forestry Research Institute in Nairobi, Kenia, sowie der Sokoine University of Agriculture in Morogoro, Tansania, unternommen wird.

In den ostafrikanischen Ländern Äthiopien, Uganda, Kenia und Tansania gefährdet die rücksichtslose Entwaldung die Existenzgrundlage vieler Menschen. Die institutionellen und häufig auch die politischen Strukturen müssten geändert werden, um eine nachhaltige Nutzung der Ressource Wald zu sichern. Ein seit 1993 bestehendes Forschungsnetzwerk zu Wäldern und Institutionen in Uganda, Kenia und Tansania hat Grundlagen für eine Verbesserung gelegt. Dieses Netzwerk wird nun im Rahmen des von Dr. Gatzweiler koordinierten Projekts gestärkt; dabei soll Äthiopien als neues Mitglied im ostafrikanischen Forschungsverbund integriert werden.

Im Zuge des Verbundprojekts sollen junge Wissenschaftler auf Master- und Promotionsniveau ausgebildet werden. Thematisch geht es dabei um den Lebensunterhalt in nachhaltig bewirtschafteten Waldlandschaften. Junge Forscher aus allen teilnehmenden Partnerländern sowie erfahrene Wissenschaftler aus Äthiopien erhalten zudem Kenntnisse der theoretischen und methodologischen Forschungsansätze vermittelt. So sind sie später in der Lage, eigenständig Feldforschung auf internationalem Niveau betreiben zu können. Regelmäßige Konferenzen unterstützen den Austausch der Partner.

Kontakt:
Dr. Franz Gatzweiler
Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-1795
E-Mail: f.gatz@uni-bonn.de




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