11. Dezember 2008

Auf dem Weg zum familienfreundlichen Unternehmen Auf dem Weg zum familienfreundlichen Unternehmen

Uni-Klinikum stellt seinen neuen Gleichstellungsplan vor

Beruf oder Familie sind künftig nicht mehr länger Parallelwelten. Denn in seinem Gleichstellungsplan für 2008 bis 2010 macht sich das Bonner Universitätsklinikum stark für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Und diese ist heute nicht mehr nur eine reine Frauensache", sagt Sabine Zander, Gleichstellungsbeauftragte des Universitätsklinikums Bonn, die neben Familienfreundlichkeit auch die berufliche Chancengleichheit von Frauen und Männern im Blick hat. So soll unter anderem die Unterpräsenz von Frauen auf den letzten Stufen der Karriereleiter weiter abgebaut werden.

Das Universitätsklinikum Bonn ist mit etwa 4.900 Beschäftigten der viertgrößte Arbeitgeber der Stadt Bonn. Es ist bestrebt seinen Beschäftigten, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörigen betreuen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Daher ist es auch im vergangenen September 2008 der Kampagne des Marburger Bundes "Für ein familienfreundliches Krankenhaus" beigetreten. "Die sinkende Zahl junger Menschen führt dazu, dass es nicht genügend qualifizierte Fachkräfte gibt. Ein harter Wettbewerb um die besten Fachkräfte und ein steigender Anteil erwerbstätiger Frauen werden den Arbeitsmarkt kennzeichnen", sagen der Ärztliche Direktor Professor Michael Lentze und der Kaufmännische Direktor Dr. Hans-Jürgen Hackenberg.

Elternzeit, Beurlaubung oder Teilzeitbeschäftigung helfen Familie und Beruf zu vereinbaren. "Durch eine Inanspruchnahme wird das berufliche Fortkommen nicht beeinträchtigt", betont Zander. Auch die in der Familienphase befindlichen Beschäftigten will das Bonner Universitätsklinikum stärker an sich binden. Fortbildungen und eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeiten sollen den beruflichen Wiedereinstieg erleichtern. "Unser Klinikum ist ein 24-Stunden-Betrieb. Aber wenn wir mutig herangehen, können wir diese Abläufe auch flexibel gestalten, um Menschen mit familiären Verpflichtungen einzubeziehen", sagt der Pflegedirektor Alexander Pröbstl.

Seit 1974 ist die eigene Kindertagesstätte eine konkrete Lösung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Da die derzeitigen 110 Plätze nicht ausreichen, ist im Zuge des geplanten Demenzforschungszentrums DZNE ein Neubau mit größerem Betreuungsangebot geplant. "Wenn wir die bei uns beschäftigten Eltern vom zeitlichen Stress befreien und ihnen die Sicherheit geben, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind, profitieren wir alle davon", sagt die Personalleiterin Michaela Klages.

Den Gleichstellungsplan für 2008 bis 2010 gibt es im Internet unter http://www.ukb.uni-bonn.de/gleichstellungsbeauftragte

Kontakt für die Medien:
Sabine Zander
Gleichstellungsbeauftragte des Universitätsklinikums Bonn
Telefon: 0228/287-15554
E-Mail: sabine.zander@ukb.uni-bonn.de




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