28. Oktober 2021

Transplantation von Sinneszellen: Forschung zur Zellersatztherapie ausgezeichnet Bonner Forscher erhält Patent-Preis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft

Prof. Volker Busskamp
Prof. Volker Busskamp - Prof. Volker Busskamp von der Universitäts-Augenklinik Bonn am UKB wurde für seine Erfindung mit dem DOG-Patent-Preis 2021 ausgezeichnet. © Universitätsklinikum Bonn (UKB)/A. Winkler
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Prof. Dr. Volker Busskamp wurde jetzt für seine Forschung zur Wiederherstellung degenerierter Netzhaut ausgezeichnet. Er erforscht Kombinationen von Transkriptionsfaktoren, um aus menschlichen Stammzellen Photorezeptoren zu gewinnen. Diese könnten in einer Zellersatztherapie eingesetzt werden, um beschädigte oder degenerierte Photorezeptoren in der Netzhaut zu ersetzen. Beschädigte menschliche Netzhaut kann nicht regenerieren. Die Erfindung ermöglicht es jedoch, eine Erblindung aufzuhalten oder zu verhindern.
Prof. Busskamp forschte bereits am Zentrum für Regenerative Therapien der Technischen Universität Dresden gemeinsam mit Dr. Anka Kempe und Marta Zuzic zur Herstellung induzierter Photorezeptorzellen. Dort wurde die dem Preis zugrunde liegende Erfindung getätigt und per Übertragungsvertrag im Mai 2021 auf die Universität Bonn übertragen. Seit 2021 hat Busskamp die Professur für Degenerative Netzhauterkrankungen an der Universitäts-Augenklinik Bonn inne, wo er seine innovative Netzhautforschung weiterführt.

Der Patent-Preis der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft wird jährlich an herausragende Erfindungen aus dem Bereich der Augenheilkunde vergeben. Mit dem Patent-Preis prämiert werden ausschließlich erfolgreich zum Patent angemeldete Erfindungen. Stifterin des Preises ist die Heidelberg Engineering GmbH. Fokus der Auszeichnung liegt besonders auf der Innovationsförderung und dem Technologietransfer. Bei letzterem unterstützt PROvendis die Universität Bonn und das Transfer Center enaCom im Rahmen des Verbundprojektes NRW Hochschul-IP.

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