1. Quellen und ihre Überlieferung
2. Kaisertum und Mitkaisererhebungen
3. Reichsteilungen unter Ludwig d. Fr., Lothar I. und Ludwig d. Dt.
4. Reichsadel. Besitzentwicklung und Stellung
5. Reichsgut und klösterliche Grundherrschaften
6. Reichsklöster, Klosterreform und Verfallserscheinungen seit ca. 830
7. Papsttum und Bischöfe
8. Gewohnheitsrecht. Rechtliche Normen. Kirchenrecht. Gerichtsbarkeit
9. Byzantinisches Reich und byzantinische Kirche
10. Mission in Skandinavien und bei den Slaven
11. Städte und Fernhandel. Juden
12. Wikingereinfälle und Sarazenengefahr
13. Probleme des Alltags 1: Eherecht, Ehepraxis, Stellung der Frauen, Frauenklöster
14. Probleme des Alltags 2: Werkzeuge, Transportmittel, Verkehrswege, Reisepraxis
15. Schule, Ausbildung, Aufstiegsmöglichkeiten
Lexikon des Mittelalters (LexMA). Theologische Realenzyklopädie (TRE). Lexikon für Theologie und Kirche (LThK). Neue Deutsche Biographie (NDB). Zu Regierungs- und Pontifikatszeiten: H. Grotefend, Taschenbuch der Zeitrechnung des deutschen Mittelalters und der Neuzeit (mehrere Aufl.)
Handbuch der europäischen Geschichte Bd 1, hg. v. Th. Schieffer, 1976 (und ND).
Handbuch der deutschen Wirtschafts- und Sozialgeschichte Bd 1, hg. v. H. Aubin und W.
Zorn, 1971.
Handbuch der Kirchengeschichte Bd III 1 Die mittelalterliche Kirche. Vom Frühmittelalter
bis zur gregorianischen Reform, hg. v. H. Jedin, 1966/85.
M. Borgolte, Die mittelalterliche Kirche (Enzyklop. dt. Gesch. 17), 1992.
W. Rösener, Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter
(Enzykl. dt. Gesch. 13), 1992.
H. K. Schulze, Vom Reich der Franken zum Land der Deutschen. Merowinger und Karolinger, 1987.
P. Riché, Die Karolinger. Eine Familie formt Europa, 1987 (dt.; frz. 1983)
P. Riché, Die Welt der Karolinger, 1981 (dt.; frz. 1973)
R. Schieffer, Die Karolinger (Urban TB 411), 2. Aufl. 1997
J. Fried, Die Formierung Europas 840-1046 (Grundriß d. Gesch. 6), 1991.
E. Hlawitschka, Vom Frankenreich zur Formierung der europäischen Staaten- und Völkergemeinschaft 840-1046, Ein Studienbuch, 1986.
Unentbehrlich als grundlegende Aufarbeitung der Ereignisgeschichte durch Historiker des 19. Jhs.: Jahrbücher des Fränkischen Reiches unter Karl d. Gr. (S. Abel/B. Simson), Jbb...unter Ludwig d. Fr. (B. Simson), Geschichte des ostfränkischen Reiches, 3 Bde (E. Dümmler).
Die großen Quelleneditionsunternehmen Deutschlands, Frankreichs und Italiens haben sich
die Veröffentlichung von Quellen zur jeweiligen Reichsgeschichte zum Ziel gesetzt. Quellen
zur Regionalgeschichte, Privaturkunden, Quellen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
werden von diesen Unternehmungen nur im Ausnahmefall aufgenommen. Für sie ist man
auf eine Vielzahl regionaler Editionen angewiesen. Wichtige Quellen zur Kirchengeschichte
sind die Lebensbeschreibungen der Päpste im Liber Ponticalis (ed. L. Duchesne Bd 1, 2,
1886-1892 (und ND). Engl. Teilübers.: The lives of the ninth-century popes (Liber pontificalis; the ancient biographies of ten popes from A.D. 817-891), transl. with introduction and
commentary by R. Davis, 1995. Von den alten Sammlungen kirchengeschichtlicher Quellen
ist vor allem J. P. Migne, Patrologiae...series latina (Migne, PL) in 217 Bden mit 3 Bden Indices und Supplement-Bden wichtig (auch auf CD und im Internet gegen -hohe- Gebühr). Da
Reichs- und Kirchengeschichte sich vielfach überschneiden, findet man viele kirchengeschichtliche Quellen der Zeit auch in der Abteilung Concilia der MGH. In den verschiedenen
Abteilungen der Monumenta Germaniae Historica (MGH) sind folgende Quellen zur
Reichsgeschichte veröffentlicht:
die Urkunden (Diplomata, DD) Karls d. Gr.; der ostfränkischen Karolinger Ludwigs des
Deutschen, Karlmanns, Ludwigs des Jüngeren, Karls III., Arnolfs, Zwentibolds, Ludwigs
des Kindes; der Karolinger des Mittelreiches Lothar I., Lothar II., Ludwig II.; die Urkunden
der Könige von Hochburgund. Es fehlt eine moderne Edition der Urkunden Ludwigs des
Frommen. Zu den Urkunden der westfränkischen Karolinger, der Könige von der Provence
und der Könige Norditaliens seit 888 s. u.
die Kapitularien (Leges, LL 3), 2 Bde.
Briefe (Epistolae), hier Bd 4-7.
Die Geschichtsschreibung (Scriptores, SS) ist vorwiegend in den kritischen Editionen der
SS rerum Germanicarum in usum scholarum zu konsultieren. Die wichtigsten Werke: Annales regni Francorum (Reichsannalen, bis 829), Annales Fuldenses (Fortsetzung für das ostfränkische Reich, in Fortsetzungen bis 902), Annales Bertiniani (Fortsetzung für das westfränkische Reich bis 882), Nithard, Chronik des Regino von Prüm (bis 906). Zu allen
Neuausgaben (aber ohne volle Variantenapparate) mit dt. Übersetzungen in der Freiherr vom
Stein-Gedächtnisausgabe, Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte, 3 Teile.
Die Urkunden der westfränkischen Karolinger und der Könige der Provence in der
Reihe: Chartes et diplômes relatifs à l'histoire de France. Die Urkunden der Könige Norditaliens seit 888 in Fonti per la storia d'Italia per il medio evo Bd 38.
Zur Information über die erzählenden Quellen sei hingewiesen auf:
Wattenbach-Levison, Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter. Vorzeit und Karolinger Heft III. Die Karolinger vom Tode Karls d. Gr. bis zum Vertrag von Verdun, bearb. v. H.
Löwe, 1957. Heft IV. Vom Vertrag von Verdun bis zum Herrschaftsantritt der Herrscher aus
dem sächsischen Haus. Italien und das Papsttum, bearb. v. H. Löwe, 1963. Heft V: ebso, Das
Westfränkische Reich, bearb. v. H. Löwe, 1973. Beiheft: Die Rechtsquellen, bearb. v. R.
Buchner, 1953.
Zu Voraussetzungen, Zielen und Genera mittelalterlicher Geschichtsschreibung: F. J.
Schmale, Funktion und Formen mittelalterlicher Geschichtsschreibung, 1985.
(die Literaturangaben stellen jeweils eine Auswahl dar)
1. Probleme der Überlieferung und Edition frühmittelalterlicher Quellen an folgenden Beispielen: a) karolingerzeitliche Annalistik: Reichsannalen und Annales Mettenses priores; b)
Hincmars Schriften De ordine palatii und De divortio (Herrschaftsorganisation, Kirchenrecht); c) urkundliche Überlieferung: karolingerzeitliche Urkunden für das Kloster Echternach im sog. Liber aureus.
Quelleneditionen: zu den Reichsannalen s. unter III. Annales Mettenses priores in MGH SS
rer. Germ. in us. schol.; die Hinkmar-Schriften in MGH Fontes iuris Germanici antiqui (hg.
v. Th. Gross und R. Schieffer) und MGH Concilia IV Suppl. I (hg. v. L. Böhringer); der Echternacher Liber aureus: C. Wampach, Geschichte der Grundherrschaft Echternach Bd I 2,
Quellenband. - Literatur: I. Haselbach, Aufstieg und Herrschaft der Karlinger in der Darstellung der sogenannten Annales Mettenses priores (Historische Studien 412), 1970.
2. a) Umstände und Ablauf der Kaisererhebungen. -Kaisererhebung Karls d. Gr. (800, Rom),
Mitkaisererhebung Ludwigs des Frommen (813, Aachen), Krönung Ludwigs durch Papst
Stephan IV. (816, Reims), Mitkaisererhebung Lothars I. (817, Aachen), Krönung Lothars I.
durch Papst Paschalis I. (823, Rom), Krönung Ludwigs II. durch Papst Leo IV. (850, Rom),
Krönung Karls II. durch Papst Johannes VIII. (875, Rom), Karls III. durch Papst Johannes
VIII. (881, Rom), Widos von Spoleto durch Papst Stephan V. (891, Rom), Lamberts von
Spoleto zum Mitkaiser durch Papst Formosus (892, Ravenna), Arnolfs durch Papst Formosus (896, Rom), Ludwigs v. d. Provence durch Papst Benedikt IV. (901, Rom), Berengars v.
Friaul durch Papst Johannes X. (915, Rom). b) Urkunden und Verträge der Kaiser mit den
Päpsten (817, 824, Karls II. und Widos anläßlich der Kaisererhebungen)
Literatur: P. Classen, Karl d. Gr., das Papsttum und Byzanz, 1985.
W. Wendling, Die Erhebung Ludwigs d. Fr. zum Mitkaiser im Jahr 813 und ihre Bedeutung
für die Verfassungsgeschichte des Frankenreiches, in: Frühmittelalterliche Studien 19
(1985) S. 201-238.
3. Schwerpunkte: Divisio regnorum 806, Ordinatio imperii 817, Vertrag von Verdun 843,
Teilung des Mittelreiches bei der Resignation Lothars I. 855, Vertrag von Meersen 870, Teilung des ostfränkischen Reiches 876 (865 vereinbart, 872 bekräftigt).
Literatur: Th. Bauer, Die ordinatio imperii von 817, der Vertrag von Verdun 843 und die Herausbildung Lotharingiens, in: Rhein. Vierteljahrsblätter 58 (1994) S. 1-24.
P. Classen, Karl der Große und die Thronfolge im Frankenreich, in: Festschr. f. H. Heimpel
Bd 3 (1972) S. 205-229.
J. Fried, Der karolingische Herrschaftsverband im 9. Jahrhundert zwischen "Kirche" und
"Königshaus", in: Histor. Zeitschr. (HZ) 235 (1982) S. 1-43.
B. Kasten, Königssöhne und Königsherrschaft. Untersuchungen zur Teilhabe am Reich in
der Merowinger- und Karolingerzeit (Schriften der MGH 44), 1997.
U. Penndorf, Das Problem der "Reichseinheitsidee" nach der Teilung von Verdun (843). Untersuchungen zu den späten Karolingern (Münchener Beiträge zur Mediävistik und Renaissance-Forschung 20), 1974.
J. Semmler, Francia Saxoniaque oder die ostfränkische Reichsteilung von 865/76 und die
Folgen, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 46 (1990) S. 337-374.
4. Rolle des Adels am Beispiel der Vorgänge von 842 und 843. Beispiele für hochadlige Familien und ihren Besitz: Welfen und Unruochinger.
Literatur: J. Fleckenstein, Über die Herkunft der Welfen und ihre Anfänge in Süddeutschland
in: G. Tellenbach, Studien und Vorarbeiten zur Gesch. d. großfränkischen und frühdeutschen
Adels, 1957, S. 71-136.
E. Hlawitschka, Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962).
Zum Verständnis der fränkischen Königsherrschaft in Italien (Forschungen z. oberrhein.
Landesgesch. 8), 1960.
5. Quellen für karolingisches Reichsgut: Capitulare de villis und Brevium Exempla (Karl d.
Gr., MGH Capit. I; Neuedition des Capitulare de villis von C. Brühl, 1971). Quelle zum
Reichsgut in Lotharingien: der Vertrag von Meersen 870 (MGH Capit. II). Wichtigste Klosterpolyptycha und -urbare des 9. Jhs.: St. Germain-des-Prés (um 820), St. Bertin (um 850),
St.Rémi/Reims (um 861), Lobbes (um 868), St. Maur-des-Fossés (868-879), Prüm (893).
Editionen des Polyptychons von St. Germain-des-Prés durch A. Longnon (1895) und D. Hä
germann, K. Elsmhäuser, A. Hedwig (1993); des Prümer Urbars durch I. Schwab (1983).
Literatur: D. Hägermann, Anmerkungen zum Stand und zu den Aufgaben frühmittelalterlicher Urbarforschung, in: Rhein. Vierteljahrsblätter 50 (1986) S. 32-58. -Literaturhinweise
und Übersichtskarte bei I.Heidrich, Das Breve der Bischofskirche von Mâcon aus der Zeit
König Pippins (751-768), in: Francia 24/I (1997) S. 17-37.
6. Die Canones der Reformsynoden der Zeit Ludwigs d. Fr. in: MGH Capit. I.
Literatur: F. J. Felten, Äbte und Laienäbte im Frankenreich. Studie zum Verhältnis von Staat
und Kirche im früheren Mittelalter (Monographien zur Gesch. des Mittelalters 20), 1980.
J. Fleckenstein, Die Hofkapelle der deutschen Könige T. 1: Grundlegung. Die karolingische
Hofkapelle (Schriften der MGH 16/I), 1959.
J. Fried, Ludwig der Fromme, das Papsttum und die fränkische Kirche, in: Charlemagne's Heir. New perspectives on the reign of Louis the Pious (814-840), hg. v. P. Godman und R. Collins (1990)
S. 231-274.
W. Hartmann, Die Synoden der Karolinger im Frankenreich und in Italien (Konziliengeschichte Reihe A. Darstellungen), 1989.
Th. Schilp, Norm und Wirklichkeit religiöser Frauengemeinschaften im Frühmittelalter. Die
Institutio sanctimonialium Aquisgranensis des Jahres 816 und die Problematik der Verfassung von Frauenkommunitäten (Veröff. des Max-Planck-Instituts f. Gesch 137, Studien zur
Germania Sacra 21), 1998.
7. Zwei Beispiele für das Verhältnis Päpste-Bischöfe: Ebo von Reims (Dänenmission und
politische Stellung) und Hinkmar von Reims. Als Beispiel für den Anspruch des Papstes auf
oberste kirchenrechtliche Entscheidung: die Vorgänge im "lotharischen Ehestreit" 862/63.
Die sog. Pseudo-isidorischen Dekretalen.
Literatur: Einleitung von L. Böhringer zu Hinkmars De divortio (Concilia IV Suppl. 1).
H. Fuhrmann, Einfluß und Verbreitung der pseudoisidorischen Fälschungen, 3 Bde (Schriften der MGH 24,1-3), 1972-1974, hier Teil 2, 1973.
N. Staubach, Das Herrscherbild Karls des Kahlen. Formen und Funktion monarchischer Repräsentation im früheren Mittelalter 1. Teil (1981).
G. H. Tavard, Episcopacy and apostolic succession according to Hincmar of Reims, in: Theological Studies 34 (1973) S. 594-623.
8. Volks- oder Stammesrechte, Kapitularien, Concilia des Frankenreiches, Capitula episcoporum. Kirchenrechtliche Sammlungen.
Literatur bei Buchner, Rechtsquellen (s. III).
H. E. Feine, Kirchliche Rechtsgeschichte. Die Katholische Kirche, 5. Aufl. 1972.
W. Hartmann, Synoden (s. unter 6)
H. J. Sieben, Die Konzilsidee des lateinischen Mittelalters (847-1378) (Konziliengeschichte
Reihe B: Untersuchungen 1), 1984
J. Weitzel, Dinggenossenschaft und Recht. Untersuchungen zum Rechtsverständnis im fränkisch-deutschen Mittelalter 2 Teile (Quellen und Forschungen zur höchsten Gerichtsbarkeit
im Alten Reich Bd 15, 1-2), 1985.
9. Schwerpunkte: Ausläufer des Ikonoklasmus. Schisma des Photios. Beziehungen zwischen westlichem und östlichem Kaisertum.
Literatur: G. Ostrogorsky, Geschichte des Byzantinischen Staates, 3. Aufl. 1963.
P. Schreiner, Byzanz, 2. Aufl. 1994
10. Quelle zur Mission in Skandinavien: Rimberts Vita Anskarii (dt.-lat. Parallelausg. Freih.
vom Stein-Gedächtsnisausg. Bd 11, Quellen des 9. und 11. Jahrhunderts zur Geschichte der
Hamburgischen Kirche und des Reiches). Quellen zur Mährer-Mission des Konstantin/Kyrill und Methodios: Slavische Geschichtsschreiber Bd 1. Zwischen Rom und Byzanz, hg. v.
J. Bunjoch, 2. Aufl. 1972, hier S. 39-126. Quelle zur Karantanenmission: F. Losek, Die Conversio Bagoariorum et Carantanorum und der Brief des Erzbischofs Theotmar von Salzburg
(MGH Studien und Texte 15), 1997.
Literatur: P. F. Barton, Von den Avarenkriegen zum Ungarnsturm. Im Karolingerreich
788-911 (Studien und Texte zur Kirchengeschichte. Dritte Reihe. Geschichte des Christentums in Österreich und Südmitteleuropa 3 Teil 2, 1997.
Ch. R. Bowlus, Franks, Moravians and Magyars: The struggle for the Middle Danube
788-907, 1995.
H. Wolfram, Salzburg, Bayern, Österreich: die Conversio Bagoariorum et Carantanorum
und die Quellen ihrer Zeit (Mitt. d. Instituts f. österr. Gesch.schreibung Erg.bd 31), 1995.
11. Literatur: H. Adam, Das Zollwesen im fränkischen Reich und das spätkarolingische Wirtschaftsleben: Ein Überblick über Zoll, Handel und Verkehr im 9. Jahrhundert (Vierteljahrsschr. f. Sozial- und Wirtschaftsgesch. Beih. 126), 1996.
H. Jankuhn, Haithabu. Ein Handelsplatz der Wikingerzeit, 8. Aufl. 1986.
S. Lebecq, Marchands et navigateurs frisons du haut moyen âge, 2 Bde, 1983.
F. Battenberg, Das europäische Zeitalter der Juden Bd 1 (Von den Anfängen bis 1650), 1990.
H. Löwe, Die Apostasie des Pfalzdiakons Bodo (838) und das Judentum der Chasaren, in:
Person und Gemeinschaft im Mittelalter, Festschr. f. K. Schmid (1988), S. 157-170.
N. Roth, Jews, Visigoths and Muslims in Medieval Spain: cooperation and conflict, 1994.
12. Literatur: R. Boyer, Die Wikinger, 2. Aufl. 1994.
P. H. Sawyer, Kings and Vikings. Scandinavia and Europe AD 700-1100, 1982.
U. Rizzitano, Gli Arabi in Italia, in: Settimane di studio... Spoleto 12, 1, 1965, S. 93-114.
13. Die Beispiele der versuchten oder vollzogenen Ehelösungen Lothar II./Theutberga, Ludwig d. St./Ansgard.
Literatur: Die Einleitung von L. Böhringer s. III. Zu den Frauenkonventen Th. Schilp s. 6.
H.-W. Goetz, Frauen im frühen Mittelalter, 1995.
R. LeJan, Famille et pouvoir; essai d'anthropologie sociale dans le monde franc (VIIe-Xe
siècle), 1995.
14. Konkrete Beispiele zu den Werkzeugen aus Urbaren, zur Reisepraxis aus der Vita Anskarii s. 10, und Notkers (legendenhaften) Gesta Karoli (Ende 9. Jh., Freih. v. Stein-Gedächtnisausg. Bd 7, Quellen zur karolingischen Reichsgesch. Bd 3).
Literatur (zu Unterkunftsmöglichkeiten von Reisenden und zur Armen- und Obdachlosenversorgung): E. Boshof, Armenfürsorge im fränkischen Reich des 9. Jahrhunderts, in: Archiv für Kulturgesch. 58 (1976) S. 265-339.
15. Literatur: J. J. Contreni, Carolingian Learning, masters and manuscripts, 1992.
L'Ecole carolingienne d'Auxerre. De Murethach à Remi, 830-908, hg. v. D. Iogna-Prat u.
a.., 1991.
R. Mac Kitterick, Carolingian culture. Emulation and innovation, 1994.
Dies., The Carolingians and the written word, 1989.
Dies., Books, scribes and learning in the frankish kingdoms. 6th-9th centuries, 1994.
(nur die für die Thronfolge wichtig Deszendenten, nach Generationen geordnet.)
Ludwig der Fromme (gest. 840)
Frauen: Irmingard (1), Judith (2, Welfin)
Söhne Ludwigs d. Fr. (Pippin, der schon 838 also vor dem Vater stirbt, und seine Deszendenz werden nicht berücksichtigt)
Lothar I. (1) (gest. 855)
Frau: Irmingard (1). Nach ihrem Tod verbindet er sich mit einer Freigelassenen. Alle nachfolgeberechtigten Söhne aus (1).
Ludwig ("der Deutsche") (1) (gest. 876)
Frau: Hemma (Welfin)
Karl II. ("der Kahle") (2) (gest. 877)
Frauen: Irmintrud (1), Richildis (2)
Söhne Lothars I.
Ludwig II. (gest. 875)
Frau: Angilberga. Töchter, aber keine Söhne in der Deszendenz. Tochter Irmingard heiratet
Boso, Gf. v. Vienne, der sich 879 zum Kg. d. Provence erheben läßt. Beider Sohn ist Ludwig
"der Blinde" (Ks. 901), der seine Ansprüche auf Italien nicht durchsetzen kann (gest. 928).
Lothar II. (gest. 869)
Frauen: Theutberga, Waldrada. Keine Kinder v. Theutberga. Ehe m. Waldrada angefochten.
Karl (v. d. Provence) (gest. 863)
Söhne Ludwigs "des Deutschen"
Karlmann (gest. 880), nicht voll legitimer Sohn Arnolf, nach Sturz Karls III. König, 896 Ks.
Ludwig der Jüngere (gest. 882)
Karl III. ("der Dicke") (gestürzt 887, gestorben 888), Frau: Richarda/Richgard, aus anderer Verbindung nicht voll legitimer Sohn Bernhard
Sohn Karls "des Kahlen" (mehrere Söhne, aber nur einer für Thronfolge vorgesehen)
Ludwig "der Stammler" (gest. 879)
Frauen: Ansgard (1), Ehe gelöst; Adelheid (2)
Söhne Ludwigs des Stammlers
aus (1): Ludwig III. (gest. 882) und Karlmann (gest. 884)
aus (2): Karl "der Einfältige" (geb. 879, nicht er sondern der Gf. v. Paris Odo wird 888 König
im Westfrankenreich, aufgrund einer 896/97 getroffenen Vereinbarung wird Karl erst nach
Odos Tod 898 dessen Nachfolger als König; die Lotharingier erkennen ihn 911 an, 923 gestürzt, gest. 929)
Söhne Arnolfs (gest. 899): Zwentibold (gest. 900) und Ratold nicht voll legitim. Ludwig "das Kind" (gest. 911).