Vorbemerkung: Es ist kein ereignisgeschichtlicher Überblick beabsichtigt, sondern die Vorlesungsstunden greifen Schwerpunktthemen auf. Zur ereignisgeschichtlichen Grundorentierung folgt unter II. eine Zeittafel. Die Einsicht in Kartenmaterial (z. B. Bayer. Schulbuchatlas Teil Mittelalter) ist unerläßlich. Das Internet-Angebot zu dem Thema ist so umfassend, wie zu keiner anderen Thematik der mittelalterlichen Geschichte, jedoch von sehr unterschiedlicher Qualität.
1. Doppelstunde: Begriff Kreuzzug. Behandlung des Themas in der neueren Fachliteratur. Abgrenzung zur Pilgerfahrt. Kennzeichnung und Privilegien der Kreuzfahrer.
2. Doppelstunde: Byzanz und die islamische Welt von der 2. Hälfte des 11. bis zur 2. Hälfte des 12. Jh.
3. Doppelstunde: Die Quellen zu den Kreuzzügen 1-3.
4. Doppelstunde: Kontakt- und Konfliktzonen zwischen islamischer Welt und Christenheit vor den Kreuzzügen. Soziale und wirtschaftliche Vorbedingungen der Kreuzzüge. Das Ziel Jerusalem.
5. Doppelstunde: Die Päpste und die Kreuzzüge. Zeitgenössische Kreuzzugskritik.
6. Doppelstunde: Kreuzzugs- und Reisewege im 11. und 12. Jh. Bewaffnung, Versorgung, Dolmetscher, landeskundige Führer.
7. Doppelstunde: Die Kreuzfahrerstaaten 1: Pilgerversorgung, Hospitäler, Ritterorden.
8. Doppelstunde: Die Kreuzfahrerstaaten 2: Das Verhältnis der lateinischen Christen zu orthodoxen Christen, Muslimen, Juden. Verfassungsstruktur und Recht. Kulturelle und wirtschaftliche Situation. Verhältnis zu Byzanz.
9. Doppelstunde: Die italienischen Seehandelsstädte Venedig, Genua und Pisa und die Kreuzzüge.
10. Doppelstunde: Der 4. Kreuzzug und das Lateinische Kaiserreich. Die altfranzösischen Chronisten Robert de Clary und Godefroy de Villehardouin.
11. Doppelstunde: Kreuzzüge und europäisches Judentum.
12. Doppelstunde: Die Kreuzzüge des 13. Jh.
13. Doppelstunde: Byzanz nach der Zerstörung des Lateinischen Kaiserreichs.
14. Doppelstunde: Das Bild der Kreuzzüge in
der mittelalterlichen Literatur. Die Rolle der Kreuzzüge
für Europa. Das Fortleben des Kreuzzugsgedankens im
Spätmittelalter.
Synode von Piacenza, Frühjahr 1095: Bitte des Kaisers Alexios I. Komnenos (1081-1118) an Papst Urban II. um militärische Hilfe gegen die Seldschuken in Kleinasien
Synode von Clermont, Nov. 1095: der öffentliche Aufruf Papst Urbans II. am Schluß der Synode mobilisiert "milites" und andere Gruppen in Frankreich und im Westen des Imperium, danach auch Normannen aus Süditalien. Bischof Adémar von Le Puy wird päpstlicher Legat für den Kreuzzug
Frühjahr 1096 Aufbruch der ersten unorganisierten, überwiegend nicht-ritterlichen Gruppen (Robert d'Abrissel, Peter von Amiens, Walter Sans Avoir). Erste Judenverfolgungen. Im Juli 1096 sind die Kreuzfahrer vor Konstantinopel
Ab August 1096 Aufbruch der ritterlichen Kreuzfahrer: Gottfried von Niederlothringen (Bouillon), sein Bruder Balduin von Boulogne, Robert II. von Flandern, Robert von der Normandie, Stephan von Blois, Hugo von Vermandois, Raimund von Toulouse, Bohemund von Tarent (Sohn des Robert Guiscard) und sein Neffe Tankred
Nach Auseinandersetzungen und Verhandlungen mit Kaiser Alexios werden sie Anfang 1097 nach Kleinasien übergesetzt
Mai/Juni 1097 erobern die Kreuzfahrer für Byzanz den von Seldschuken beherrschten Stützpunkt Nikäa zurück
Durchmarsch durch Kleinasien, im Okt. 1097 Beginn der Belagerung von Antiochia. Balduin von Boulogne übernimmt, sich vom Hauptheer trennend und in armenisch-türkische Konflikte eingreifend im März 1098 die Herrschaft in Edessa am oberen Euphrat. Juni 1098 Einnahme von Antiochia nach aufreibender Belagerung. Hier etabliert sich Bohemund als Fürst
Weiterzug des Hauptheeres in Richtung Jerusalem, Belagerung der Stadt Juni/Juli 1099. Eroberung Mitte Juli, gefolgt von großem Blutbad. Gottfried von Niederlothringen herrscht als "Vogt des Hl. Grabes", nach seinem Tod (Juli 1100) übernimmt sein Bruder Balduin als König die Herrschaft im nunmehrigen Königreich Jerusalem und delegiert seine bisherige Herrschaft in Edessa an seinen gleichnamigen Vetter. Raimund von Tpoulouse etabliert sich als Fürst von Tripolis (Libanon)
Nachkreuzzüge 1100/1101
wird ausgelöst durch den Rückfall der Grafschaft Edessa Ende 1144 unter islamische Herrschaft. Kreuzzugsbulle Eugens III. von Dez. 1145. Die Absichten des französischen Königs Ludwig VII. und des Abtes Bernhard von Clairvaux. Veränderte päpstliche Kreuzzugsbulle vom März 1146. Aufbruch der deutschen und französischen Kreuzfahrer unter Führung der Könige Konrad III. und Ludwig VII. im Mai/Juni 1147. Gescheiterte Belagerung von Damaskus Juli 1148. Politische Veränderungen im Nahen Osten. Verhandlungen und Bündnisse. Rückkehr der Kreuzfahrer 1149. Nebenschauplätze: sog. Wendenkreuzzug 1147; Eroberung Lissabons durch englische, flämische und friesische Kreuzfahrer 1147.
wird ausgelöst durch die Rückeroberung
des Königreichs Jerusalem durch Sultan Saladin: Eroberung
der Hafenstadt Akkon Juni 1187, Schlacht von Hattin Juli 1187,
Eroberung Jerusalems Okt. 1187. Den Christen verbleiben
außer einigen Festungen nur die Städte Antiochia,
Tripolis und Tyrus.
Zu Saladin: Der Unterführer Zengi (Imad-ad-Din Zengi) hatte
von Mosul und Aleppo aus seit 1127/1128 eine vom abbassidischen
Kalifen in Bagdad aber auch von den fatimidischen Herrschern
Ägyptens weitgehend unabhängige Herrschaft auf- und
ausgebaut. Bei Zengis Tod 1146 erfolgte eine Erbteilung, bei der
Nur-ad-Din Aleppo erhielt und sich fortan auf die
Rückeroberung der Kreuzfahrerstaaten konzentrierte. Er
unterwarf die muslimischen Teilfürsten in Syrien und
eroberte Teile des Kreuzfahrerstaates Antiochia. Nur-ad-Dins
Unterführer Sirku eroberte in den Jahren 1167 bis 1169
Ägypten, dessen Neffe war Saladin, der dem Onkel nach dessen
Tod 1169 als faktischer Herrscher Ägyptens folgte und nach
dem Tod Nur-ad-Dins 1174 auch die Herrschaft über Syrien
übernahm.
Ziel des 3. Kreuzzugs war die Rückgewinnung Jerusalems. Nach
gründlicher Vorbereitung Aufbruch der Deutschen unter Kaiser
Friedrich I. Barbarossa 1189, der jedoch 1190 beim Durchzug durch
Kleinasien stirbt. Zeitweilige Beteiligung des französischen
Königs Philipp II. Augustus und des englischen Königs
Richard I. "Löwenherz". Die Truppen Saladins (gestorben
1193) können fast alle Rückeroberungsversuche abweisen.
Lediglich Akkon kann unter Führung des Königs Richard
Löwenherz im Juli 1191 von den Kreuzfahrern
zurückerobert werden. Ende des Kreuzzugs nach Richards
Abreise aus Palästina im Okt. 1192.
In den folgenden Jahren einzelne Kreuzzugsversuche ohne
konzentrierte Führung, ohne Ergebnisse.
Erste Kreuzzugsaufrufe des Papstes Innozenz III. im
August 1198. 1202 Versammlungen von Kreuzfahrerheeren vor
Marseille und Venedig. Finanzierungsprobleme der mit dem Dogen
von Venedig (Enrico Dandolo) auf der Basis einer höheren
Teilnehmerzahl vereinbarten Überfahrt. Als Entgelt für
die Überfahrtkosten Eroberung des ungarischen Zara an der
dalmatinischen Küste für Venedig durch die Kreuzfahrer.
Päpstliche Exkommunikation gegen sie bleibt wirkungslos.
1203 Weiterfahrt der Kreuzfahrer (Hauptführer Bonifaz von
Montferrat), um dem byzantinischen Thronprätendenten Alexios
IV. Angelos den Kaiserthron zu verschaffen. Der erste Ansturm der
Kreuzfahrer auf Konstantinopel führt im Juli 1203 zur Flucht
des amtierenden Kaisers (Alexios III.) und der Einsetzung des
Prätendenten Alexios IV. Angelos, der jedoch schon Anfang
1204 während eines Aufstandes ermordet wird. Zum neuen
Kaiser wird der lateinerfeindliche Alexios V. Murtzuphlos
erhoben. Um ihn zu stürzen erobern die Kreuzfahrer
Konstantinopel (Sturm der Mauern): umfangreiche Plünderung
von Schätzen und Reliquien und auf der Basis eines zuvor
zwischen Venedig und den Kreuzfahrerführern abgeschlossenen
Vertrages Aufteilung des Byzantinischen Reiches. Lateinischer
Kaiser (Balduin von Flandern) von Konstantinopel. Sein "Reich"
umfaßt die Gebiete nördlich und südlich des
Marmara-Meeres. An Venedig fallen 3/8 der Stadt Konstantinopel,
die meisten Inseln der Ägäis, Kreta, wichtige
Hafenstädte in Griechenland, Bonifaz von Montferrat schafft
sich das Königreich Thessalonike (Thessalien, Makedonien).
Weitere französische Kreuzfahrerstaaten um Athen (Herzogtum)
und auf der Peloponnes (Achaia). Byzantinische Restgebiete in
Epiros (Albanien), Trapezunt (südliche
Schwarzmeerküste) und vor allem Kaiserreich Nikäa
(Bithynien). Ende des "Kreuzzugs".
Folgen: Lateinische Fremdherrschaft im Kerngebiet des
Byzantinischen Reiches, Schwäche und Lateinerhaß der
byzantinischen Reststaaten, Schwächung des
Kreuzzugsgedankens, venezianisches "Kolonialreich" im
östlichen Mittelmeerraum. In kräfte- und geldzehrenden
Kämpfen gelingt es den Exilkaisern von Nikäa nach und
nach bis zur Wiedergewinnung von Konstantinopel 1261 das
"Lateinische Kaiserreich" zurückzuerobern. Den wenig
später einsetzenden Einfällen der osmanischen
Türken in Ostanatolien ist das restituierte aber
erschöpfte Byzantinische Reich nicht mehr gewachsen.
Die Erben des 1193 verstorbenen Saladin (Aiyubiden)
lösten das unter Saladin einheitlich geführte Reich in
zahlreiche kleinere Herrschaften auf, deren wichtigste und am
straffsten beherrschte Ägypten war. Hauptzielrichtung der
Kreuzzüge im engeren Sinn wurde im 13. Jh. Ägypten,
nicht mehr Palästina.
Daneben werden im 13. Jh. zahlreiche andere Unternehmungen als
Kreuzzüge geführt: die Reconquista-Kämpfe gegen
die Mauren auf der iberischen Halbinsel, die Kämpfe gegen
die noch heidnischen baltischen Völker, Pruzzen, Litauer und
Liven, die Kämpfe gegen "Häretiker" (Katharer,
Albigenser).
"Kinderkreuzzug" 1212. Der Kreuzzug gegen die Festung Damiette an
der Nilmündung 1218-1221 (Ägypten). Der Kreuzzug Kaiser
Friedrichs II. 1228/1229 (Palästina). Die Kreuzzüge des
französischen Königs Ludwig IX., "des Heiligen"
1248-1254 (Ägypten, danach mehrfaches Eingreifen in
Palästina) und 1267-1270 (Tunis, wo er stirbt). Vordringen
der Mongolen und Ausbreitung der Mamelukenherrschaft. Ritterorden
und Kreuzfahreradel verlieren immer mehr Bastionen im Hl. Land.
1291 fällt als letzte große Hafenstadt Akkon an die
Mameluken. Latein. Exilkönige von Jerusalem auf Zypern bis
1489 (Eroberung durch osmanische Türken).
1. Lexikon: J. Riley-Smith, Artikel Kreuzzüge, Teile A, B, C in: Lexikon des Mittelalters 5 (1991)
2. Handbuch: R. C. Schwinges, Die Kreuzzugsbewegung, in: Handbuch der europäischen Geschichte Bd 2, hg. v. F. Seibt (1987) S. 181-198
3. Monographie: H. E. Mayer, Geschichte der Kreuzzüge, Urban TB 86, 9. und bisher letzte Aufl. (2000)
4. Bibliographien: H. E. Mayer, Bibliographie zur
Geschichte der Kreuzzüge (1960).
Aziz S. Atiya, The Crusade. Historiography and Bibliography
(1962)
Recueil des Historiens des Croisades (RHC), grundlegende Quellenedition des 19. Jh. zu den Kreuzzügen, 5 Bände Historiens orientaux, 5 Bände Historiens occidentaux, 2 Bände Historiens grecs, 2 Bände Lois, 2 Bände Documents arméniens. Das Geschichtswerk des Wilhelm von Tyrus in: Historiens occidentaux Bd 1, 2 Teile.
Neueditionen von H. Hagenmeyer von
Anonymi Gesta Francorum (1890)
Fulcherii Carnotensis Historia Hierosolymitana 1095-1127
(1913)
In der lat.-dt. Parallelausgabe der Freih.-v.
Stein-Gedächtnisausgabe, Ausgewählte Quellen zur
deutschen des Mittelalters liegen vor:
Bd 15: Futolfs und Ekkehards Chroniken, hg. v. F.J. Schmale und
I. Schmale-Ott, dort Ekkehards Kreuzzugsberichte zu den Jahren
1099-1101, S. 129-179
Bd 16: Die Chronik des Bischofs Otto von Freising, hg. v. W.
Lammers, dort VII 28-33 die Nachrichten zum 2. Kreuzzug
Bd 17a: Italische Quellen über die Taten Kaiser Friedrich I.
in Italien und der Brief über den Kreuzzug Kaiser Friedrichs
I., hg. v. F.J. Schmale, dort die letztgenannte Quelle
Chroniken des 4. Kreuzzugs: die Augenzeugenberichte
von Geoffroy de Villehardouin und Robert de Clary, hg. v. Gerh.
E. Sollbach (Übers.) (Bibl. d. histor. Forschung 9)
(1998)
A. Pauphilet, Historiens et chroniqueurs du moyen age. Robert de
Clary, Villehardouin, Joinville, Froissart, Commynes (1972).
Godefroy de Villehardouin, La conqueste de Costentinoble
d'après le ms. no. 2137 de la B.N. (1978).
1. J. Sarnowsky, Kreuzzüge und Ritterorden in der neueren Forschung, in: Die Aktualität des Mittelalters, hg. v. H. W. Goetz (2000), S. 25-55.
2. R.-J. Lilie, Byzanz. Kaiser und Reich
(1994).
P. Schreiner, Byzanz (OGG 22), 2. Aufl (1994).
E. Sivan, Islam and the Crusades, Antagonism, Polemics, Dialogue,
in: Religionsgespräche im Mittelalter, hg. v. B. Lewis/F.
Niewöhner (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien 4, 1992),
S. 207-215.
H. Möhring, Saladin und der dritte Kreuzzug. Aiyubische
Strategie und Diplomatie im Vergleich vornehmlich der arabischen
mit den lateinischen Quellen (Frankfurter Histor. Abhandlungen
21, 1980).
3. S. die Angaben unter IV (Quellen).
Ausführlicher besprochen werden: Albert von Aachen, Fulcher
von Chartres, Raimund von Aguilers, Balderich von Dol, die Gesta
Francorum, Wilhelm von Tyrus. Von den Byzantinern die Alexias der
Anna Komnene und Niketas Choniates. Dazu:
R. C. Schwinges, Kreuzzugsideologie und Toleranz. Studien zu
Wilhelm von Tyrus (1977); dazu kritisch: R. J. Lilie, Byzanz und
die Kreuzfahrerstaaten (1981) S. 290-301.
T. Gouma-Petterson, Anna Komnene and her times (2000).
Deutsche Übersetzungen:
E. und R. Kausler, Geschichte der Kreuzzüge und des
Königreichs Jerusalem. Aus dem lateinischen des Erzbischofs
Wilhelm von Tyrus (1840).
D. R. Reinsch,Anna Komnene, Alexias (1996)
E. Grabler, Die Krone der Komnenen, Byzantinische
Geschichtsschreiber VII, hg. v. E. v. Ivanka (1958) (Auszüge
aus der Chronik des Niketas Choniates)
4. C. Erdmann, Die Entstehung des
Kreuzzugsgedankens (1935) und die allg. Literatur zu den
Kreuzzügen.
Zur Symbolik Jerusalems auf mittelalterlichen Karten: A.-D. von
den Brincken, Fines terrae. Die Enden der Erde und der vierte
Kontinent auf mittelalterlichen Weltkarten (Schriften der MGH 36,
1992).
5. Vgl. die Überblicksliteratur zu den
Kreuzzügen und
M. Matzke, Daibert von Pisa (Vorträge und Forschungen
Sonderband 44, 1998).
R. Hiestand, "Gott will es!" Will Gott es wirklich?. Die
Kreuzzugsidee in der Kritik ihrer Zeit (Beiträge zur
Friedensethik 29, 1998).
E. Siberry, Criticism of crusading 1095-1274 (1985).
6. K. N. Ciggaar, Western Travellers to
Constantinople. The West and Byzantium 962-1204. Cultural and
Political Relations (1996).
E. Kislinger, Reisen und Verkehrswege zwischen Byzanz und dem
Abendland vom 9. bis zur Mitte des 11. Jh., in: Byzanz und das
Abendland im 10. und 11. Jh., hg. v. E. Konstantinou (1997),
231-257.
Zu den Handelswegen vgl. auch Lilie, Handel und Politik unter
9.
F. Reichert, Reisen und Kulturbegegnung als Gegenstand der
modernen Mediävistik, in: Die Aktualität des
Mittelalters, hg. v. H.-W. Goetz (2000) 231-254.
The Itinerary of Benjamin of Tudela, hg. v. M.N. Adler
(1907).
7. J. Riley-Smith, The First Crusaders
1095-1131 (1997). Dazu Sarnowsky (s. 1) S. 53.
S. auch Prawer unter 8.
Die geistlichen Ritterorden Europas, hg. v. J. Fleckenstein/M.
Hellmann (Vorträge und Forschungen 26, 1980).
Zum deutschen Ritterorden vgl. die Bände der Quellen und
Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens.
8. Zum Nebeneinander der unterschiedlichen
Bevölkerungsgruppen vgl. Schwinges (wie unter 3).
M. Hoch, Jerusalem, Damaskus und der zweite Kreuzzug.
Konstitutionelle Krise und äußere Sicherheit des
Kreuzfahrerkönigreichs Jerusalem A.D. 1126-1154 (1993).
R.-J. Lilie, Byzanz und die Kreuzfahrerstaaten (1981).
J. Prawer, The Latin Kingdom of Jerusalem. European Colonialism
in the Middle Ages (1972).
J. Riley-Smith, The feudal nobility and the kingdom of Jerusalem
1174-1277 (1973).
9. G. W. Day, Genoas Response to Byzantium
1155-1204. Commercial Expansion and Factionalism in a Medieval
City (1988).
R.-J. Lilie, Handel und Politik zwischen dem byzantinischen Reich
und den italienischen Kommunen Venedig, Pisa und Genua in der
Epoche der Komnenen und Angeloi (1081-1204) (1984). - Ders., Der
Fernhandel der Italiener und das byzantinische Reich am Vorabend
des Vierten Kreuzzugs, in: Venedig und die Weltwirtschaft um
1200, hg. v. W. von Stromer (1999), S. 159-176.
D. M. Nicol, Byzancium and Venice. A study in diplomatic and
cultural relations (1988).
P. Schreiner, Untersuchungen zu den Niederlassungen westlicher
Kaufleute im Byzantinischen Reich des 11. und 12. Jh., in: Byz.
Forschungen 7 (1979), S. 175-191.
10. S. die altfranzösischen Quellen und
Niketas Choniates unter 3. Vgl. auch die Überblicksliteratur
zu den Kreuzzügen.
T. Papacostas, Secular landholdings and Venetians in 12th century
Cyprus, in: Byzantin. Zeitschrift 92 (1999), S. 479-501.
11. F. Battenberg, Das europäische
Zeitalter der Juden Bd 1 (1990).
Zu den Judenverfolgungen im Zusammenhang mit dem 1. Kreuzzug: J.
Aronius. Regesten zur Geschichte der Juden im fränkischen
und deutschen Reich bis zum Jahr 1273 (1902, ND 1970).
J. Prawer, The History of the Jews in the Latin Kingdom of
Jerusalem (1988).
Zu Benjamin von Tudela vgl. 6.
12. M. Menzel, Die Kinderkreuzzüge in
geistes- und sozialgeschichtlicher Sicht, in: Deutsches Archiv
für Erforschung des Mittelalters 55 (1999), S. 117-156.
P. V. Claverie, L'ordre du Temple au coeur d'une crise politique
majeure: La Querela Cypri des années 1279-1285, in:
Le Moyen Age 104 (1998), S. 495-511.
E. Stickel, Der Fall von Akkon. Untersuchungen zum Abklingen des
Kreuzzuggedankens am Ende des 13. Jahrhunderts (1975).
13. Vgl. die Literatur unter 2.
14. N. Housley, The Later Crusades
1274-1580. From Lyons to Alcazar (1992).
Th. Frank, Vom Heiligen Land erzählen. Oltremare in den
italienischen Novellen des 14. Jahrhunderts, in: Archiv für
Kulturgeschichte 81 (1999), S. 35-57.