Renale
Angiomyolipome
Renale Angiomyolipome sind die bekanntesten der
renalen Hamartome, obwohl sie relativ selten und
von meist nur eingeschränkter klinischer
Bedeutung sind. Dies liegt daran, dass
Angiomyolipome eine von wenigen Läsionen sind,
bei denen eine definitive Diagnose mit bildgebenden
Verfahren in den meisten Fällen möglich
ist. Im folgenden soll daher auf diese Entität
näher eingegangen werden.
Epidemiologie und Klinik
Angiomyolipome kommen zum einen sporadisch, zum
anderen in Verbindung mit einer tuberösen
Sklerose oder Lymphangioleiomyomartose vor. In 80
bis 90 % der Fälle handelt es sich um ein
sporadisches Auftreten [1,2]. Beide Formen
können in den bildgebenden Verfahren
unterschiedliche Muster aufweisen, sind jedoch
histologisch nicht zu unterscheiden [1].
Angiomyolipome sind relativ selten, die
Prävalenz beträgt 0,3 % bis 3 % [1]. Sie
kommen sporadisch charakteristischerweise in der
mittleren Lebensphase vor (mittleres Alter 43
Jahre) und sind wenigstens etwa 4-fach
häufiger bei Frauen als bei Männern
[1,3]. Klinisch auffällig können
Angiomyolipome durch eine spontane extrarenale
Blutung mit akuten Flankenschmerzen werden. Ein
vorausgehendes Trauma, sofern überhaupt
vorhanden, ist üblicherweise nur leicht. In
bis zu 25 % der Patienten wird aufgrund der
ausgeprägten Schmerzen oder der
lebensbedrohlichen Blutung eine
notfallmäßige Laparotomie nötig
[4].
Patienten mit klinisch auffälligem
Angiomyolipom zeigen in 87 % der Fälle
Schmerzen, bei 47 % findet sich ein palpabler
Tumor, 40 % weisen eine Hämaturie auf [4].
Die meisten Angiomyolipome werden heutzutage
jedoch zufällig mittels bildgebender Verfahren
während einer Untersuchung aus anderen
Gründen entdeckt. So waren in einer neueren
Studie etwa 60 % der Patienten mit Angiomyolipomen
hinsichtlich dieser Läsio-nen asymptomatisch
[5]. Da die meisten dieser Läsionen zudem ein
charakteristisches Bild in den bildgebenden
Verfahren aufweisen, ist eine histologische
Diagnose nur selten erforderlich [6-9].
Pathologische Charakteristika
Das makroskopische Bild der Angiomyolipome wird
von den relativen Anteilen der einzelnen
zellulären Komponenten geprägt sowie von
der Anwesenheit bzw. dem Fehlen einer Blutung. Bei
überwiegender Fettkomponente zeigt sich ein
homogenes, gelbliches Erscheinungsbild, bei
größeren Anteilen glatter Muskelzellen
oder Gefäße ein mehr heterogenes Bild.
Die meisten Angiomyolipome entspringen im
Nierenparenchym (Abb. 1,2); ca. 25 % der Fälle
zeigen jedoch ein exophytisches Wachstum (Abb. 3)
[10], mit gelegentlich nur geringer Bindung an den
peripheren Cortex. Extrem selten ist ein rein
extrarenales Wachstum (Abb. 4) [11, 12].
|
|
Abb. 1 (links): "Charakteristisches"
etwa 8 mm großes, echoreiches, im
Nierenparenchym gelegenes Angiomyolipom.
|
|

Abb. 2a-c: Ca. 6 cm großes
Angiomyolipom der rechten Niere (zwischen
den Meßkreuzen). Im
Längsschnitt ist das kraniale
Nierendrittel aufgebraucht (re N = rechte
Niere).
|

Im Querschnitt zeigen sich einzelne
echofreie Inhomogenitäten (I¸ N
= Niere, L = Leber.
|
|
|
Das korrespondierende native CT-Bild
(unten links) zeigt einen Tumor (T), der
die rechte Niere (N) nach lateral
verlagert und überwiegend Fett (F)
enthält.
|
|
|
Abb. 3 (links): Exophytisch wachsendes
Angiomyolipom (zwischen den
Meßkreuzen) der linken Niere (li N,
M = Milz).
|
|

Abb. 4: Rein extrarenales
Angiomyolipom. Auf dem sonographischen
Querschnittsbild zeigt sich zwischen der
rechten Niere (re N) und der Vena cava
inf. (V) ein echoreicher Tumor (zwischen
den Meßkreuzen) (L = Leber).
|

Auf dem korrespondierenden CT-Bild
weist der Tumor (T) Fettdichtewerte auf.
|
Histologische Charakteristika
Angiomyolipome sind aus unterschiedlichen
Anteilen von Blutgefäßen, glatten
Muskel-zellen und Fett zusammengesetzt. Weniger
häufig finden sich Läsionen, die
lediglich glatte Muskelzellen oder Fett enthalten.
Myolipome und reine Lipome sind in der Niere extrem
selten, liegen jedoch auf einem Kontinuum mit den
wesentlich häufigeren Angiomyolipomen und
Leiomyomen. Charakteristischerweise haben
Angiomyolipome einen überwiegenden Fettanteil
[13], zur Diagnosestellung müssen jedoch alle
3 Gewebetypen enthalten sein. Angiomyolipome
können in Lymphknoten oder die V. cava
inferior einwachsen [14]; dies gilt jedoch nicht
als Malignitätskriterium. Eine maligne
Transformation ist extrem selten [15].
Verkalkungen und Nekrosen sind selten,
Einblutungen jedoch häufig, obwohl die
tumora-len Blutgefäße eine dickere Wand
haben als normale Gefäße. Aufgrund des
pathologischen Gefäßaufbaus mit
fehlender durchgehender Lamina elastica sind die
Tumorgefäße jedoch zur
Gefäßektasie [16-18] und Blutung [3]
nach minimalem Trauma oder sogar spontan
prädestiniert. So sind Angiomyolipome in 16
bis 20 % der Patienten mit spontaner perirenaler
Blutung die Ursache [19, 20]. Eine echte Kapsel
findet sich nicht.
Die glatte Muskelkomponente in den
Angiomyolipomen kann gelegentlich deutliche
Hyperzellularität, Pleomorphie und mitotische
Aktivität zeigen, Zeichen die die
histologische Differenzialdiagnose gegenüber
einem Leiomyosarkom erschweren können [3]. Bei
der Fettkomponente handelt es sich
charakteristischerweise um solches vom erwachsenen
Typ, gelegentlich finden sich jedoch auch atypische
Fettzellen mit exzentrischen Kernen [3, 16].
Bildgebende Verfahren
Sehr große Angiomyolipome können
gelegentlich auf Abdomenübersichtsaufnahmen
oder einem i.v.-Urogramm nachgewiesen werden; dies
stellt jedoch eher die Ausnahme dar.
Sonographisch zeigen sich Angiomyolipome
charakteristischerweise als vom Nierenparenchym
ausgehender Tumor (Abb. 1,2), der deutlich
echoreicher ist als das umgebende Parenchym (Abb.
1-4) [21, 22]. Andererseits wird angegeben,
daß dieses sonographische Bild auch bei 32 %
der weniger als 3 cm großen
Nierenzellkarzinome zu finden ist [22]; diese
Ähnlichkeit ist insbesondere im Hinblick auf
die frühzeitigere Karzinomdiagnose wichtig.
Angiomyolipome zeigen (im Gegensatz zu
Nierenzellkarzinomen) charakteristischerweise eine
dorsale Schallabschwächung. Echoreiche
Karzinome dagegen zeigen häufiger einen
echoarmen Halo sowie angedeutet echofreie
("zystische") Areale innerhalb des Tumors [23, 24].
Obwohl diese Merkmale zur Differenzierung hilfreich
sein können, erlauben sie dennoch keine
suffiziente Sicherheit in der Diagnosestellung. Die
Echogenität in der Sonographie ist hierbei
nicht unbedingt durch die Fettkomponente selbst
bedingt; so können selbst Läsionen mit
nur geringem oder sogar keiner Fettkomponente eine
deutliche Echogenität aufweisen [25].
Die computertomographische oder
magnetresonanztomographische Diagnosestellung
basiert auf dem Fettnachweis in den Angiomyolipomen
(Abb. 2, 4, 5). Computertomographisch sind hierzu
native Untersuchungen ausreichend; zur Vermeidung
von Anschnittseffekten (Volume averaging) sollten
jedoch dünne Schichten (3 bis 5 mm)
gewählt werden. Angiomyolipome stellen sich
charakteristischerweise als gut abgegrenzte,
cortical gelegene Herde mit überwiegender
Fettdichte, gemischt mit Weichteilgewebe dar [13].
Die Weichteildichte kann hierbei das Ergebnis einer
Einblutung, Fibrose oder durch die vaskuläre
oder glatte Muskelkomponente der Läsion
bedingt sein. Die meisten Angiomyolipome messen
weniger als 5 cm im Durchmesser, wenngleich eine
exakte Größenbestimmung der
tumorösen Komponente nach Einblutung schwierig
ist [2, 5].
|

Abb. 5: Etwa 7 cm großes
eingeblutetes Angiomyolipom der rechten
Niere. Das sonographische Querschnittsbild
zeigt einen vom lateralen Teil der rechten
Niere entspringenden, echoarmen /
inhomogenen Tumor (T); die rechte Niere
(zwischen den Pfeilen) ist nach medial
verlagert. Zusätzlich erkennbarer
Aszites (A) bei bekannter Leberzirrhose.
|

Auf dem korrespondierenden CT-Bild nach
intravenöser Kontrastmittelgabe ist
Fett ist nur an einer kleiner Stelle zu
erkennen (F); der Hauptanteil besteht aus
eingebluteten Zysten (Z) (A = Aszites).
|
|

Dies wird auch durch die
MRT-Untersuchung, hier eine T2-gewichtete
Sequenz mit Fettunterdrückung,
bestätigt (T = Tumor).
|

Die selektive rechtsseitige
Nierenangiographie zeigt einen
großen, von der rechten Niere
ausgehenden Tumor. Dieser ist durch die
großen zystischen Anteile weitgehend
avaskulär, die Gefäße
verlaufen um die Zysten ausgespannt. Nur
zentral zeigen sich irreguläre
Gefäße (G) sowie ein kleines
Aneurysma (A).
|
Allerdings zeigen 5 % der Angiomyolipome
computertomograpisch zentral kein Fett und
können so nicht von Nierenzellkarzinomen
differenziert werden [6, 9]. Retroperitoneale
Blutungen können mittels CT sehr sensitiv
nachgewiesen werden; allerdings kann eine solche
Blutung auch den Nachweis von Fett maskieren (Abb.
5). Nierenzellkarzinome müssen im Fall einer
Blutung daher differentialdiagnostisch erwogen
werden und die operative Befundklärung ist
nach primär konservativer Blutungstherapie zur
Diagnosestellung oft indiziert.
Auch MR-tomographisch basiert die
Diagnosestellung auf dem Nachweis intratumoralen
Fettes, wozu unterschiedliche
Untersuchungssequenzen verwendet werden
können.
Charakteristische angiographische Befunde (Abb.
5) stellen ein hypervaskularisierter Tumor, kleine
Aneurysmen, pathologisch gewundene
Gefäße ohne normal Kaliberabnahme dar.
Angiographisch können diese Läsionen
jedoch nicht von Nierenzellkarzinomen differenziert
werden, so daß eine Angiographie lediglich
zur Embolisation bei Blutung indiziert ist.
Angiomyolipome bei tuberöser
Sklerose
Bei der tuberösen Sklerose (Morbus
Bourneville-Pringle) handelt es sich um ein
angeborenes, autosomal dominantes Syndrom mit
variabler Expression von geistiger Retardierung,
Krampfanfällen, Adenoma sebaceum sowie
Nierenzysten und renalen Angiomyolipomen. Bis zu 80
% der Patienten mit einer tuberösen Sklerose
haben Angiomyolipome; diese Patientengruppe macht
ca. 20 % der Patienten mit Angiomyolipomen aus. Im
einigen Fällen können diese Nierentumoren
die einzige klinische Manifestation einer
tuberösen Sklerose sein; so wiesen in einem
Bericht zwei Frauen lediglich renale Angiomyolipome
auf, während die Kinder zusätzlich eine
ausgeprägte zentral-venöse Beteiligung
aufwiesen.
Obwohl die im Rahmen einer tuberösen
Sklerose auftretenden Angiomyolipome histologisch
nicht gegenüber den sporadisch auftretenden zu
differenzieren sind, gibt es dennoch einige
Unterschiede. So treten Angiomyolipome bei
tuberöser Sklerose in der Regel in
jüngeren Jahren (mittleres Durchschnittsalter
17 Jahre) auf [1]. Sporadisch auftretende Myolipome
weisen eine deutliche Benachteiligung des
weiblichen Geschlechtes auf, im Rahmen der
tuberösen Sklerose auftretende sind auf beide
Geschlechter annähernd gleich verteilt. Zudem
sind letztere Tumoren wesentlich häufiger
größer, multipel und bilateral [1, 19,
26] mit einem erhöhten Risiko einer Blutung
[5].
Die Beziehung zwischen einer tuberösen
Sklerose und renalen Hamartomen wird insbeson-dere
bei Patienten mit einer Lymphangiomyomatose (Abb.
6) deutlich. Letztere wird von vielen als eine
"form fruste" der tuberöser Sklerose angesehen
und ist mit multiplen Hamartomen, insbesondere der
Lymphwege vom Abdomen und Thorax assoziiert [27].
|

Abb. 6: Multiple Angiomyolipome bei
Lymphangiomyomatose. Der Längsschnitt
durch die rechte Niere läßt die
rechte Niere als solche kaum noch
erkennen; sie ist durch multiple
echoreiche Tumore (T) durchsetzt.
|

Im Querschnitt können noch die
Nierengefäße nachgewiesen
werden, auch hier ist erhaltenes
Nierenparenchym nicht darstellb
|
|

Das Querschnittsbild in Oberbauchmitte
zeigt, dass beide Nieren (N) echoreiche
Tumore enthalten. Zusätzlich zeigen
sich retroperitoneal um Aorta (A) und Vena
cava inf. (V) gering
vergrößerte Lymphknoten sowie
echofreie Areale (entsprechend
Lymphangiomen).
|

In der nativen CT-Abdomenuntersuchung
sind beide Nieren (N) durch multiple
fetthaltige Tumore durchsetzt (A = Aorta,
V = Vena cava inf. ).
|
|
|
Die CT-Thoraxuntersuchung (links) zeigt
zusätzlich multiple dünnwandige
intrapulmonal gelegene Zysten; eine
MRT-Untersuchung des Gehirns war
unauffällig.
|
Differentialdiagnose
Die Artdiagnose eines Angiomyolipoms mittels
bildgebender Verfahren beruht auf dem Nachweis von
Fett; Tumore ohne Fettnachweis sollten zum
Ausschluß eines Nierenzellkarzinoms
histologisch abgeklärt werden [6, 28, 29]. In
einigen Fällen [11, 30, 31] wurde auch
über den Nachweis fettäquivalenter
Dichtewerte mittels CT in Nierenzellkarzinomen
berichtet. Erklärt wurde dies bei den
großen Tumoren durch zentrale
Fettgewebsnekrose oder durch Ummauerung von
perirenalem oder sinusoidalen Fett [11];
histologisch enthalten Nierenzellkarzinome selbst
aber kein Fett. Bei einzelnen kleinen Tumoren
zeigten sich zusätzlich ausgeprägte
Verkalkungen, die sich histologisch als
Verknöcherungen bei gleichzeitig existierendem
Fettmark herausstellten.
Da Verkalkungen in Angiomyolipomen extrem selten
sind [32], andererseits Fett ohne Verkalkungen
extrem selten in anderen Tumoren als
Angiomyolipomen vorkommt [11, 33], kann der
Nachweis von Fett in einem nicht verkalkten
Nierentumor bis 3 cm Größe für
praktische Belange als diagnostisch für
Angiomyolipom angesehen werden [6]. Der Nachweis
von Verkalkungen auch in Tumoren kleiner als 3 cm
sollte dagegen selbst bei gleichzeitig vorhandenen
intratumoralen Fettanteilen eher an ein
Nierenzellkarzinom denken lassen und die weitere
Therapie nach sich ziehen [32]. Bei großen
Tumoren stellt auch ohne Verkalkungen der Nachweis
von Fett kein absolut sicheres Kriterium für
ein Angiomyolipom dar; allerdings ist hier jedoch
aus unten angegeben Gründen die
weiterführende Therapie indiziert.
Behandlung / Verlaufskontrolle
Kleine, zufällig in asymptomatischen
Patienten entdeckte Angiomyolipome bedürfen
keiner weiteren Therapie. Da kleine
Nierenzellkarzinome sich ebenfalls sonographisch
echoreich darstellen können (Abb. 7) und somit
mit einem Angiomyolipom verwechselt werden
können, sollte eine CT oder MRT zum
Fettnachweis durchgeführt werden.
|

Abb. 7: Echoreiches papilläres
Nierenzellkarzinom. Sonographisches
Querschnittsbild (oben) wie
Längsschnitt (rechts) zeigen einen
etwa 3 cm großen, vom
Nierenparenchym ausgehenden echoreichen
Tumor.
|
|
Bei Angiomyolipomen größer als 3,5
bis 5 cm oder solchen mit Gefäßektasien
von mehr als 5 mm Durchmesser [34] wird wegen des
angenommenen erhöhten Blutungsrisikos eine
elektive Resektion empfohlen. Alternativ kommt eine
selektive arterielle Embolisation in Betracht [35],
insbesondere bei Patienten mit tuberöser
Sklerose oder Lymphangiomyomatose, bei denen das
normale Nierenparenchym bereits weitgehend durch
Zysten und Angiomyolipomen ersetzt ist [34, 36,
37].
Da über den natürlichen Verlauf
kleiner Angiomyolipome wenig bekannt ist, wird hier
das weitere Vorgehen kontrovers diskutiert [5, 35].
Obwohl weitgehend angenommen wird, daß diese
Tumore beim Erwachsenen nicht signifikant wachsen
[35, 38-40], zeigten dennoch einige Fallberichte
ein Wachstum auch bei Erwachsenen bis zu einer
Größe, bei der ein Blutungsrisiko
unterstellt wird [5, 26, 37]. Dies gilt
insbesondere für Patienten mit multiplen
Läsionen (von denen viele eine tuberöse
Sklerose haben) [2]. So wird bei asymptomatischen
Patienten mit einem Angiomyolipom ab etwa 4 cm
Größe ein jährliches Follow up
mittels Sonographie oder CT empfohlen, obwohl bei
den meisten dieser Patienten in den
Verlaufskontrollen keine Größenzunahme
zu beobachten sein wird [38]. Aus ähnlichen
Gründen dürfte auch eine sonographische
Verlaufskontrolle alle ein oder zwei Jahre bei
Angiomyolipomen kleiner als 4 cm Größe
sinnvoll sein – Zahlen in der Literatur liegen
hierzu wie angegeben jedoch nicht vor.
Patienten mit Tumoren > 4 cm können
entweder in kürzeren Zeitabständen
kontrolliert werden, durch selektive Embolisation
oder elektive Resektion mit nierenschonender
Technik therapiert werden [5, 35, 41].
Literatur
1) Hajdu SI, Foote FW: Angiomyolipoma of the
kidney: report of 27 cases and review of the
literature. J Urol (1989) 102:396-401
2) Lemaitre L, Robert Y, Dubrulle F, et al.:
Renal angiomyolipoma: growth followed up with CT
and/or US. Radiology (1995) 197:598-602
3) Millan JC: Tumors of the kidney. In: Hill
GS, ed. Uropathology. New York. Churchill
Livingstone (1989) 623-702
4) Wong AL, MxGeorge A, Clark AH: Renal
angiomyolipoma: a review of the literature and a
report of 4 cases. Br J Urol (1981) 53:406-411
5) Steiner MS, Goldman SM, Fishman EK, Marshall
FF: The natural history of renal angiomyolipoma. J
Urol (1993) 150:1782-1786
6) Davidson AJ, Davis CJ. Fat in renal
adenocarcinoma: never say never. Radiology (1993)
188:316
7) Bosniak MA: Angiomyolipoma (harmatoma) of
the kidney: a preoperative diagnosis is possible in
virtually every case. Urol Radiol (1981) 3:135-142
8) Bosniak MA, Megibow AJ, Hulnik DH, Horii S,
Raghavendra BN: CT diagnosis of renal
angiomyolipoma: the importance of detecting small
amounts of fat. AJR (1988) 151:497-501
9) Wills JS: Management of small renal
neoplasms and angiomyolipoma: a growing problem.
Radiology (1995)197:583-586
10) Farrow GM, Harrison EG, Utz DC, Jones DR:
Renal angiomyolipoma: a clinicpathologic study of
32 cases. Cancer (1968) 22:564-570
11) Helenon O, Merran S, Paraf F, Melki P,
Correass J, Chretien Y, Moreau JF: Unusual
fat-containing tumors of the kidney: a diagnostic
dilemma. Radiographics (1997) 17: 129-144
12) Vesga Molina F, Lecumberri D, Llarena
Ibarguren R, Pertusa Pena C: Pararenal
angiomyolipoma. Arch Esp Urol (1996) 49: 868-870
13) Sherman JL, Hartman DS, Friedman AC,
Madewell JE, Davis CJ, Goldman SM: Angiomyolipoma:
computed tomographic-pathologic correlation of 17
cases. AJR (1981)137:1221-1226
14) Turker K, Tunc M, Kilicaslan I, Ander H,
Ozcan F, Kaplanca T: Lymph nodal involvement by
renal angiomyolipoma. Int J Urol (2000) 7: 386-389
15) Martignoni G, Pea M, Rigaud G, Manfrin E,
Colato C, Zamboni G, Scarpa A, Tardanico R,
Roncalli M, Bonetti F: Renal angiomyolipoma with
epithelioid sarcomatous transformation and
metastases: demonstration of the same genetic
defects in the primary and metastatic lesions. Am J
Surg Pathol (2000) 24: 889-894
16) Bennington JL, Beckwith JB: Tumors of the
kidney, renal pelvis, and ureter. Atlas of tumor
pathology. Armed Forces Institue of Pathology
(1975) Washington DC
17) Farrow GM. Diseases of the kidney. In:
Murphy WM, ed. Urological pathology. Philadelphia,
Pa: Saunders (1989) 409-482
18) Gentry LR, Gould HR, Alter AJ, Wegenke JD,
Atwell DT: Hemorrhagic angiomyolipoma:
demonstration by computed tomography. J Comput
Assist Tomogr (1981) 5:861-865
19) Zagoria RJ, Dyer RB, Assimos DG, Scharling
ES, Quinn SF: Spontaneous perinephric hemorhage
imaging and management. J Urol (1991) 154:486-471
20) Belville JS, Morgentaler A, Loughlin KR,
Tumeh SS: Spontaneous perinephric and subcapsular
renal hemorrhage: evaluation with CT, US, and
angiography. Radiology (1989)172:733-738
21) Hartman DS, Goldman SM, Friedma, AC, Davis
CJ, Madewell JE, Sherman JL; Angiomyolipoma:
ultrasonic-pathologic correlation. Radiology
(1981)139:451-458
22) Forman HP, Middleton WD, Melson GL,
McClennan BL: Hyperechoic renal cell carcinomas:
increase in detection at US. Radiology
(1993)188:431-434
23) Siegel CA, Middleton WD, Teefey SA,
McClennan BL: Angiomyolipoma and renal cell
carcinoma: US differentiation. Radiology
(1996)198:789-793
24) Yamashita Y, Ueno S, Makita O et al.:
Hyperechoic renal tumors: anechoic rim and
intratumoral cysts in US differentiation of renal
cell carcinoma from angiomyolipoma. Radiology
(1993)188:179-182
25) Paivansalo M, Lahde S, Hyvarinen S,
Kallioinen M, Jalovaara P: Renal angiomyolipoma:
ultrasonographic, CT, angiographic, and histologic
correlation. Acta Radiol (1991)32:239-243
26) Munjal AK, Schultz S: Adult onset of renal
angiomyolipoma in a patient with tuberous
sclerosis. Urol Radiol (1992)14:144-147
27) Avila N, Kelly J, Chu S, Dwyer A, Moss J:
Lymphangioleiomyomatosis: abdominopelvic CT and US
findings. Radiology (2000) 216: 147-153
28) Malone MJ, Johnson PR, Jumper BM, Howard
PJ, Hopkins TB, Libertino JA: Renal angiomyolipoma:
6 case reports and literature review. J Urol
(1986)135:349-353
29) Sant GR, Heaney JA, Ucci AA, Sarno RC,
Meares EM: Computed tomographic findings in renal
angiomyolipoma: a histologic correlation. Urology
(1984)24:293-296
30) Strotzer M, Lehner KB, Becker K: Detection
of fat in a renal cell carcinoma mimicking
angiomyolipoma. Radiology (1993)188:427-428
31) Helenon O, Chretien Y, Paraf F, Melki P,
Denys A, Moreau JF: Renal cell carcinoma containing
fat: demonstration with CT. Radiology
(1993)188:429-430
32) Helenon O: Answer to Hammadeh M.
Calcification within angiomyolipoma. Letter to the
editor. Radiographics (1997) 18: 4
33) Curry NS, Schnabel SI, Garvin AJ, Fish G:
Intratumoral fat in a renal oncocytoma mimicking
angiomyolipoma. AJR (1990)154:307-308
34) Yamakado K, Tanaka N, Nakagawa T, Kobayashi
S, Yanagawa M, Takeda K: Renal angiomyolipoma:
relationships between tumor size, aneurysm
formation, and rupture. Radiology (2002) 225: 78-82
35) Oesterling JE, Fishman EK, Goldman SM,
Marshall FF: The management of renal
angiomyolipoma. J Urol. (1986)135:1121-1124
35) Dickinson M, Ruckle H, beaghler M, Hadley
H. Renal angiomyolipoma: optimal treatment based on
size and symptoms. Clin Nephrol (1998) 49: 281-286
36) van Baal JG, Smits NS, Keeman JN, Lindhout
D, Verhoef S: The evolution of renal
angiomyolipomas in patients with tuberous
sclerosis. J Urol (1994)152:35-38
37) De Luca S, Terrone C, Rossetti S:
Management of renal angiomyolipoma: a report of 53
cases. BJU. Int. (1999) 83: 215-218
38) Raghavendra BN, Bosniak MA, Megibow AJ:
Small angiomyolipoma of the kidney: sonographic-CT
evaluation. AJR (1983)141:575-578
39) Zacharopoulos G, Hadzisotiriou G,
Papadoupolos S, Eliadis A: The growing renal
angiomyolipoma. JCZ (1992)20:627-631
40) Han Y, Kim J, Roh B, Song H, Lee J, Lee Y,
et al.: Renal angiomyolipoma: selective arterial
embolization – effectiveness and changes in
angiomyogenic components in long-term follow-up.
Radiology (1997) 204: 65-70
|