Prof. Dr. Holger Strunk

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Fall 7

Unklarer Lebertumor

Fragestellung

Anamnese und Befund

Wegen Trinkschwäche des 4 Monate alten Mädchens wurde eine sonographische Untersuchung des Abdomens durchgeführt. Dabei fiel eine Raumforderung in der Leber auf.

Die körperliche Untesuchung zeigte eine derbe, bis zu Nabelhöhe reichende Resistenz im rechten Oberbauch. Keine Zeichen eines Umgehungskreislaufes. Laborchemisch unauffällige Befunde, insbesondere Leberenzyme und Alpha-1-Fetoprotein (Hepatoblastom!).

Die durchgeführten bildgebenden Untersuchungen (unten) zeigten einen etwa 9 x 8 cm großen, deutlich hypervaskularisierten Lebertumor.

Die MRT (oben koronare Schnittebene in T1-Wichtung) zeigt eine ca. 9 x 8 cm durchmessende, hypointense Raumforderung der Leber mit glatter lobulierter Begrenzung. Der Tumor erfaßt die zentralen Anteile des rechten und linken Leberlappens. In der T2-gewichteten koronaren Schnittebene (unten) ist die Raumforderung ausgeprägt hyperintens mit einer zentral signalärmeren Zone.

 

Die native Computertomographie (oben) zeigt den zentral wachsenden Tumor ventral der Pfortaderbifurkation. Intratumoral Nachweis einiger Verkalkungen. Ventral reicht der Tumor an die Leberoberfläche heran. Die nach der computertomographischen Untersuchung als zentralvenöse DSA durchgeführte Übersichtsangiographie (unten) zeigt die deutliche Hyperperfusion des großen Tumors mit Nachweis größerer Kontrastmittelseen. Der Tumor wird sowohl über die linke wie über die rechte Leberarterie versorgt. Ein etwaiger Shunt kann methodisch bedingt (zentralvenöse DSA) nicht nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden.

Ihre Diagnose?

Antwort Fall 7