Euphorbia
rossii Rauh
& Bochloh

Heimat: Madagaskar, Mangoky-Flußtal nahe Befandriana-Süd, auf Sandsteinfelsen im laubwerfenden Trockenbusch
Habitus: 1m hoher, dorniger, reich von der Basis verzweigter, sukkulenter Strauch mit einer bis 30cm langen und 5cm dicken Rübenwurzel. Die einzelnen Äste werden an der Basis ca. 3cm dick und sind spitzenwärts ca.1-2cm dick. Die sehr kurzen Kurztriebe (wenige mm) sind an Blattachsen und bilden selten Langtrieb aus. Blätter sind schmallineal ca. 4cm lang und 2-3mm breit. An der Spitze sind die Blätter abgerundet und zur Basis hin stielartig verschmälert. Die ca. 1,5(2)cm langen an der Basis abgeflachten Hauptdornen, werden von kleineren Nebendornen begleitet.
Blüte: Meist in subterminaler (unterhalb der Spitze) Stellung sitzen 2-20 einzelne Cyathien an extrem verkürzten Cymenästen. Die Cyathien werden von zwei, am Grunde kurz becherförmigen, unterseits behaarten Cyathophyllen umgeben. Die 5mm langen, spitz zulaufenden Cyathophylle sind olivgrün bis schmutzig weinrot.
Kultur: siehe auch Euphorbia viguieri. Ein sehr tiefes Pflanzgefäß ist wegen der Wurzen nicht nötig, da die Rübenwurzel sich bei den Sämlingpflanzen bzw. Jungpflanzen nicht stark bemerkbar macht. Euphorbia rossii ist nicht für das Fensterbrett geeignet, da die Lichtverhältnisse nicht ausreichen und zudem nur einseitig sind. Besser ist ein Platz im ganzjährig beheizten Gewächshaus oder ab Anfang Mai (Weinbauklima) auch im unbeheizten Frühbeetkasten. Wegen des langsamen Wuchses und dem dekorativen Gesamtbild ist diese madagassische Wolfsmilch kulturwürdig. Leider sind nur Sukkulentenhändler oder versierte Liebhaber als Bezugsquellen für Samen oder Pflanzen zu nennen.
Bem.: Euphorbia rossii gehört in den weiteren Verwandtschaftskreis um die bekanntere Euphorbia milii, dem Christusdorn. Enger verwandt sind die Arten Euphorbia brachyphylla Denis, Euphorbia mangokyensis Denis, Euphorbia capuronii Ursch & Leandri und Euphorbia genoudiana Ursch & Leandri, die im grob Habitus ähnlich sind und sich mal im Blatt oder den Infloreszenzen unterscheiden. Die Äste von Euphorbia rossii sind nicht wie in einigen Quellen (selbst Rauh in 2!! und 4) erwähnt von einer Wachsschicht eingehüllt. Vielmehr erwecken sie nur diesen Eindruck (siehe Quelle 5).
Literatur:
1 Euphorbia Journal
Vol. I, S. 109;
2 Succulent
and Xerophytic Plants of Madagascar, Rauh, Vol.2, S. 136-137;
3
Sukkulentenlexikon Zweikeimblättrige
Pflanzen, Urs Eggli, 2002, S.195;
4
Sukkulente Euphorbien, Buddensiek, 1998,
S.137.
5 Bemerkenswerte Sukkulenten
aus Madagaskar Weitere madagassische Euphorbien Sektion Diacanthium
Euphorbia rossii spec. nov., W.Rauh, KuaS, 18.Jahrjang, 1967,
S.202-207
![]()
Stand
05.05.04
Für den
Fall Sie finden diese Seite z.B. über Suchmaschinen und es sind
nicht alle Frames vorhanden, dann klicken Sie bitte auf
Home