Euphorbia ambovombensis Rauh et Razafindratsira

(c)CK Euphorbia ambovombensis Blüte 41KB (c)CK Euphorbia ambovombensis Blüte 42KB (c)CK Euphorbia ambovombensis Frucht 38KB

Heimat: S-Madagaskar, 10km nördlich von Ambovombe im tiefen Schatten eines Xerophytenbusches, in schwarzen Humus. Ein weiteres Vorkommen ist nahe der Straße Ampanihy-Androka bekannt.

Habitus: Zwergsukkulente mit kleiner Knolle (4-10cm) und wenigen meist unverzweigten Trieben. Die ca. 5mm dicken und bis 20cm langen Triebe tragen endständig wenige Blätter. Diese Blätter sind ungefähr 3-5cm lang und 1-1,5cm breit. Die leicht dickfleischigen Blätter sind am Blattrand gewellt. Um die Blattnarben sitzt ein kleiner Kranz borstiger Nebendornen (Stipeln), die mit der Zeit abfallen.

Blüte: An den Triebenden sitzen wenige Blütenstände mit nickenden Cyathien (4-8) auf kurzen wachsigen Stielen. Die rotbraunen Cyathophylle (3x5mm) sind rundlich, glockenförmig mit einem kleinen Spitzchen. Die Unterseite der Cyathophylle sind am Mittelnerv leicht gekielt und diese Kante ist auffällig heller, fast weiß. Honigdrüsen sind grünlich.

Kultur: Mit einem tiefen Topf und durchlässiger Erde (Sandig-humos) ist die Kultur dieser recht klein bleibenden Euphorbie einfach. In den Monaten Oktober bis Ende März gönnt man der Pflanze eine nicht unter 12 Grad fallende, fast trockene Ruheperiode. Im Oktober und März sind nur geringe Wassergaben höchstens einmal wöchendlich nötig. Die Pflanzen neigen zum Blattwurf, wenn die Temperaturen im Winter höher sind. Dann sollte man dosiert gießen. Düngergaben sollten einmal im Monat ab Juni bis August dem Gießwasser beigefügt werden. Auf Dauer reicht ein halbschattiger Platz, z.B. ein halbschattiges Fenster nach Südosten oder -westen. Die Art kommt sehr gut mit diesen Lichtverhältnissen zurecht und ist auch wegen der unkomplizierten Pflege eine Pflanze für den erfahrenen Anfänger. Zur Kultur eignen sich besonders Sämlinge, denn nur diese bilden die typische Wurzelknolle.
Die fünffächerige Kapselfrucht (Euphorbien haben sonst nur Drei) ist eine interessante Spielerei der Natur.

Bem.: Verwandte Arten mit ähnlichem Habitus und nickenden Cyathien sind Euphorbia decaryi A.Guill. und Euphorbia parvicyathophora Rauh.

Literatur:
1. Euphorbia Journal Vol. VII, S. 144;
2. Succulent and Xerophytic Plants of Madagascar, Vol.2, S. 163ff;
3. Cactus and Succulent Journal, 1987, No.6, S.251-255

Stand 26.07.01
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