Heimat: Madagaskar, an Fuß des La Table in der Nähe von Tulear.
Habitus: Die Zwergeuphorbie hat eine größere Wurzelknolle mit einer Krone einzelner Triebe. Bis auf die obersten Blätter ist die Pflanze in der Erde verborgen. Kurze borstige Nebenblätter sitzen rund um die grauen Triebe. Die sukkulenten Blätter sind ca. 1,5cm lang und wenige Millimeter breit. Auffällig sind die leicht hochgebogenen und gewellten Blattränder.
Blüte: In den terminalen kleinen Blattrosetten sitzen wenige bis zu 2cm lange Blütenstiele mit zwei Cyathien. Die günlich braunroten Cyathophylle sind ca. 4mm breit und überragen das mit günlichen Honigdrüsen gefüllte Involucrum nur wenig.
Kultur: Mit einem tiefen Topf und durchlässiger Erde ist die Kultur dieser sehr klein bleibenden Euphorbie recht einfach. Eine nicht unter 10 Grad fallende , absolut trockene Ruheperiode muß der Pflanze in den Monaten Oktober bis Ende März gegönnt werden. Ende September und auch im März sind nur geringe Wassergaben nötig. Bei einem sonnigen Platz, auch ein sonniges Fenster nach Süden reicht, bleiben die Blätter kompakt und die Pflanze insgesamt gedrungen. Einmalige Düngergaben im Juni reichen und sollten nach einem Umtopfen, wegen der noch vorhandenen Nährstoffe, für ein Jahr aussetzen. Zur Kultur eignen sich am Besten Sämlinge, denn nur diese bilden die typische Wurzelknolle.
Bem.: Die Art war zuerst von Prof. W. Rauh als Varietät von Euphorbia cap-saintemariensis beschrieben worden und 1988 im Cactus and Succulent Journal der amerikanischen Kakteengesellschaft zur eigenständigen Art umkombiniert worden. Eine weitere Art aus dem Formenkreis um E. cap-saintemariensis ist die in Kultur sehr seltene Euphorbia parvicyathophora.
Literatur: Succulent and Xerophytic Plants of Madagascar, Vol.2, S. 182f; Cactus and Succulent Journal, 1978, No.6, S. 263-265; Cactus and Succulent Journal, 1988, No.4, S. 184-191; Sukkulente Euphorbien, Buddensiek, S.150