Heimat: RSA, westl. Kap-Provinz, Kl. - und Gr. Namaqualand; Namibia
Habitus: Aus einer kräftigen Rübenwurzen erreichen die zahlreichen Triebe ca. 45(50)cm. Die Triebe sind 6-13(10-20)mm dick. Die undeutlich 3-kantigen Triebe haben auffällige Blattpolster (Podarien). Diese sind ca. 2-16mm lang mit einem bis 1,7cm langen und 1,3cm breiten Blatt. Nach dem Blattfall trocknet das Blattpolster zu einer Spitze, welche später durch Witterungseinflüße abrundet.
Blüte: Einzelne Cyathien an den Spitzen der Triebe. Das unauffällige Cyathium von 4-10mm Breite wird aber umschlossen von einem Quirl Hochblätter, die anfangs noch gelblich-grün sind, doch später auffallend rot werden. Diese Hochblätter bezeichnet man als Cyathophylle.
Kultur: Ein tiefer Topf ist nötig, ansonsten dreht sich die Rübenwurzel im Topf. Es geht so das natürliche Aussehen verloren. Dies leidet ebenfalls unter dem Mangel von Sonnenlicht. Gut durchlässige Erde gebrauchen, damit überschüssiges Wasser schnell abfließen kann, ist eine Bedingung. Ansonsten gießen und abtrocknen lassen. Trockenruhe in den Monaten Oktober bis März bei einer Temperatur um 10 Grad. Kurzfristig werden auch niedrige Gradzahlen vertragen, doch nur bei trockenen Wurzelballen. Düngen nur sparsam, weil sonst die Zweige vergeilen und weich werden. Ein Umtopfen ist meist nach wenigen Jahren (2-3) wegen der starken Wurzelentwicklung nötig.
Bem.: Das skurile Aussehen macht
diese Euphorbie interessant. Leider ist die Blüte in Kultur
selten zu beobachten. Auch ist die rote Färbung der Cyathophylle
in unseren Breiten kaum zu erwarten. In ihrer Heimat wird dieses
Wolfsmilchgewächs von den Einheimischen „Olifants melkbos“
(Elefanten-Milchbusch) genannt. Nicht verwunderlich, denn E. hamata
kommt bestandsbildend vor und hat dazu noch die Eigenschaft nicht
giftig zu sein. So sind die Pflanzen nicht nur für Elefanten
eine willkommene Nahrungsquelle, sondern auch für weitere
Wildtiere und das Vieh.
Nach neusten wissenschaftlichen
Erkenntnissen ist Euphorbia peltigera E.Meyer ex Boisser
ein Synonym für E. hamata. Euphorbia peltigera ist aber als
kompakter und kleiner (auch in Kultur) bekannt. Die aus der Sammlung
des Autors stammenden Bilder 1 bis 3 zeigen Euphorbia hamata und die
Bilder 4 und 5 Euphorbia peltigera, die nur noch als Form von E.
hamata geführt werden kann.
Literatur:
1
Euphorbia Journal Vol. X, S. 115f ;
2
The Succulent Euphorbieae, A. White R. Dyer B.L. Sloane,
Vol. 1, S. 209ff.
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Stand
14.10.2008
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