Arbeitskreis "Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung" in der DVPW


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Die Unterscheidung politischer Bestrebungen in demokratisch und extremistisch ist untrennbar verbunden mit der fundamentalen Unterscheidung der Staatsformenlehre in Demokratien und Diktaturen. Als extremistisch sind alle Bestrebungen zu bezeichnen, die auf die Bewahrung oder Errichtung einer autoritären oder totalitären Diktatur zielen.

Auch wenn die Zahl der Diktaturen in den letzten dreißig Jahren rapide abgenommen hat, stellen Diktatoren an der Macht wie extremistische Strömungen noch immer eine große Herausforderung für die Demokratien dar. So sorgten seit den achtziger Jahren in zahlreichen westlichen Demokratien rechtsextremistische Parteien mit ihren Wahlergebnissen und fremdenfeindliche Gewalttäter mit ihren Taten für Aufmerksamkeit. Auch linksextremistische Strömungen sind keineswegs in allen demokratischen Verfassungsstaaten in die Bedeutungslosigkeit versunken. Weit größere, vielfach nicht ausreichend beachtete, Gefahren bestehen jedoch für die neuen Demokratien durch extremistische Strömungen von rechts und links. Nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 rückt zudem eine weitere Variante des politischen Extremismus verstärkt ins Blickfeld, der Islamismus.

Die Arbeitskreis soll eine Plattform für Forscher sein, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten und Strömungen des politischen Extremismus beschäftigen. Die Verwendung des Begriffs "politischer Extremismus" soll dabei keineswegs jene Politikwissenschaftler verprellen, die ihre Schwierigkeiten mit dem Ausdruck haben, sich aber mit Phänomen wie Faschismus, Rechtsextremismus oder Kommunismus beschäftigen. Arbeitstreffen der Gruppe sollen künftig zweimal jährlich stattfinden. Die Arbeitskreis sucht mittels Aktivitäten in der ECPR Standing Group on Extremism & Democracy einen Austausch der Extremismusforscher auf internationaler Ebene.

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Kontakt (Sprecher des Arbeitskreises):

Dr. Steffen Kailitz
Hannah-Arendt-Institut
Technische Universität Dresden
01062 Dresden
Tel. (0351) 463 34390 (d); 0371/521 17 56 (p)
e-mail: kailitz@hait.tu-dresden.de

Dr. Lazaros Miliopoulos
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie
Lennéstr. 27
53113 Bonn
e-mail: miliopoulos@uni-bonn.de

Dr. Rolf Frankenberger
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Institut für Politikwissenschaft
Melanchthonstr. 36, Zimmer 019
72074 Tübingen
Tel. 07071 - 297 49 98, mobil 0174 4836776
e-mail: rolf.frankenberger@uni-tübingen.de



zuletzt geändert: 18.09.2011 12:24
Die Arbeitskreis Vergleichende Diktatur- und Extremismusforschung ist eine Untergliederung der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Diese Seiten werden vom Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn gehosted. Kontakt: / /